Ausblick Bürgermeister 2020

Es freut mich sehr, dass die sich die zur Wahl stellenden verschiedenen politischen Gruppierungen an den in meiner Neujahrsansprache und im Ausblick 2020 genannten Inhalten und Zielen orientieren und in ihre Wahlwerbung aufgenommen haben. Die in den Reden genannten  Zieldefinitionen hatte ich zusammen mit der Fraktion der FW zum Wohl unserer Gemeinde ausgearbeitet.

Da “Alle”  jetzt an einem Strang zu ziehen scheinen,.  können wir Großwallstadt gemeinsam weiter nach vorne bringen.

Ausblick 2020

Verehrte Gemeinderatskolleginnen und Kollegen, werte Zuhörer,

nachdem ich in meiner Weihnachtsansprache und Rede beim Neujahrsempfang auf die vorzügliche Arbeit des Gemeinderates in der ablaufenden Wahl- Periode hingewiesen habe möchte ich mich beim Ausblick auf die Themen konzentrieren die uns 2020 und den Folgejahren erwarten.

Beim Neujahrsempfang hat uns der Geschäftsführer der Firma Alcon, Herr Norbert Dörr auf die Wichtigkeit seiner Firma für Großwallstadt und auf die Region hingewiesen. Im Jahr 2019 stiegen die Arbeitsplätze um 200 auf 1.700. Da aber in diesem Jahr die Produktion hochgefahren wird, geplant ist eine 50 % Erhöhung der Produktion in den nächsten Jahren und zwar von 2.000.000 Mio. Linsen am Tag auf 3.000.000, hat dies auch Auswirkungen auf  die für unsere Region wichtigen Arbeitsplätze. Diese sollen nämlich 2.300 werden.

Warum nenne ich das? Unser Wasserverbrauch wird deutlich steigen und die Entsorgung desselbigen muss ebenfalls Schritt halten. Wasser gibt es laut promovierten Experten genug. Dies wurde durch Gutachten und ein von der CSU gewünschtes Gegengutachten bestätigt. Auch von den Genehmigungsbehörden wird darauf geachtet, dass nicht mehr Wasser dem Kreislauf entnommen wird als sich wieder generiert. Es ist also sehr wichtig, die geplanten Brunnen und die dazugehörige Aktivkohlefilteranlage schnellstmöglich in 2020 zu bauen und in Betrieb zu nehmen.  Nur dann können die Steuereinnahmen weiterhin fließen und wir können unseren Bürgerinnen und Bürgern weiterhin  Annehmlichkeiten bieten, die nicht selbstverständlich sind.

Dies ist auch der Übergang zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Aufgrund unserer Steuerkraft können wir uns einen hervorragenden Betreuungsschlüssel bei der Kinderbetreuung zu einem für die Eltern annehmbaren Preis leisten. Bestätigt wird dies durch  die Nutzung der von der Gemeinde zur Verfügung gestellten Einrichtungen. Hier ist bereits ein neues Kinderhaus mit Krippe und Kindergarten geplant um dieses Niveau zu halten. Auch an die Hortbetreuung und die Schule wird gedacht. Hier müssen wir uns mit dem Neubau von zwei Schulturnhallen und dem Umbau des Verwaltungstraktes beschäftigen. Durch diesen erhält die offene Ganztagsschule auch die von der Regierung geforderten zusätzlichen Aufenthaltsräume. Der Hort kann nach Fertigstellung des Kinderhauses  zukünftig Räume in der Betreuungseinrichtung St. Katharina nutzen.

Allein diese drei Projekte erfordern viel Arbeit im Gremium. Da wirkt die Fertigstellung der Aussegnungshalle, die im Frühjahr eingeweiht werden soll, fast wie ein Kinderspiel.

Neben der Ortskernverdichtung durch das neue Kinderhaus wird uns auch ein Dorfplatz rund um unser Vereins- und Kulturhaus, besser bekannt, als „Alte Schule“ beschäftigen. Hier liegt ein Antrag der Freien Wähler vor, dass sich der Ortsentwicklungsausschuss, nachdem die Gemeinde die angrenzenden Grundstücke 56 und 60 erworben hat, mit der Gestaltung befassen soll.

Die Ausweisung von Wohngebieten muss mit Bedacht erfolgen damit die Betreuungseinrichtungen mitwachsen können. Hier gilt für die Verwaltung immer noch das Prinzip, dass bei einer Umlegung die Gemeinde im Besitz der Grundstücke sein sollte.

Auch die Ausweisung von Gewerbegebieten muss zielorientiert erfolgen. Brachliegende Gewebegrundstücke bringen der Gemeinde und der Natur nichts. Hier wird gerade gezielt für einen unserer größten Gewerbesteuerzahler  ein ca. 4.000 m² großes an dessen Betrieb angrenzendes Gelände umgelegt. Zwischen REWE und dem geplanten neuen Weingut hat die Gemeinde ebenfalls ca. 10.000 m² Land für Gewerbefläche aufgekauft. Dies verspricht weitere Einnahmen und sichert auch die freiwilligen Leistungen der Gemeinde im Vereins- Sport- und Kulturwesen.

Nicht weniger wichtig ist unsre Natur. Hier werden wir voraussichtlich in diesem Jahr das erste Wochenendgrundstück in der Nähe des Brunnen IV der Renaturierung zuführen. Es werden weitere Blühwiesen entstehen und der Antrag der Freien Wähler, Bäume pflanzen ein Engagement dass Früchte trägt wird ebenfalls unserer Insekten und Vogelwelt Lebensraum bieten. Auch werde ich mich persönlich für die Brennstoffzellentechnik im Individual und Öffentlichen Personennahverkehr einsetzen.

Der in der ablaufenden Periode aufgrund der hohen Investitionen noch nicht angegangene Grillplatz, wird uns auch wieder beschäftigen.

Hier geht es aber zunächst um die Standortfrage.

Ebenfalls gibt es schon Vorstellungen von privaten Anbietern für seniorengerechtes Wohnen mit Tagespflege/Pflegeheim.

Langfristig gesehen, muss man sich auch über eine Überplanung des Gebiets um das „Alte Feuerwehrhaus“ und unterhalb der Volkshalle Gedanken machen. Im Gebäude des ehemaligen Feuerwehrhauses sind Rettungsfahrzeuge der Wasserwacht untergebracht und im zum Bauhof zählenden Gebäude unterhalb der Volkshalle befinden sich das Salzdepot der Gemeinde und Lagerkapazitäten der Kolping für ihre Alt-Kleidersammlungen.

Deshalb müsste man zuerst über eine Erweiterung des Bauhofs sprechen um im Schritt zwei die anderen Ziele anzugehen.

Lassen Sie es uns also gemeinsam anpacken Großwallstadt in eine sichere Zukunft zu führen. Dies hat schon Mahatma Ghandi erkannt in dem er feststellte, dass die Zukunft davon abhängt was wir heute tun.

Ihr
Roland Eppig 1. Bürgermeister

Neujahrsansprache

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, verehrte Gäste, ich freue mich, heute mit ihnen, das neue Jahr hier in der Volkshalle beginnen zu können. Und darf Sie recht herzlich auch im Namen des Gemeinderates zum diesjährigen Neujahrsempfang in der Volkshalle begrüßen. Es freut mich auch viele neue Gesichter zu sehen, die ihr Interesse an der Veranstaltung bekunden. Die Kommunalwahl steht vor der Tür und ein reger Austausch von Themen kann zu interessanten Gesprächen führen.

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

es gibt viele Wege, auf denen Sie und die Gemeinde ihre für 2020 gesetzten Ziele verwirklichen können.Es wird dafür immer einen Stift geben, um die Zukunft zu schreiben. Aber eines ist sicher. Es wird nie einen Radiergummi geben, um damit die erfolgreiche Arbeit des Gemeinderates in der Vergangenheit auszuradieren.

Es würde den zeitlichen Rahmen sprengen, wenn ich auf alle Projekte eingehen würde, die der Gemeinderat in seinen 84 Sitzungen und 31 Ausschusssitzungen der ablaufenden Wahlperiode verabschiedet hat.

Deshalb werde ich mich auf die Thematik

  • Baugebiete und Vereinbarkeit mit Natur und Umwelt
  • Medizinische Versorgung
  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • Sicherung der Wasser und Abwasserversorgung
  • Ausbau des Gewerbestandortes

beschränken.

Um die Abwanderung junger Familien zu verhindern, wurden in den letzten Jahren kleine Baugebiete ausgewiesen. Hier galt für den Gemeinderat, Innerortsverdichtung wie am Friedhof, „Hinter der „Alten Schule und aktuell der neue Kindergarten, haben Vorrang vor neuen Baugebieten  wie „Am Wellenhäuschen“ und das gerade für neun Häuser entstehende Gebiet „Am Frohnhallenweg“. Auch die Ausweisung von Gewerbeflächen erfolgte mit Bedacht. Hier erfolgte eine Verdichtung zwischen Feuerwehrhaus und der Firma Burgi. Die Neuausweisung von Gewerbeflächen „Am Südkreisel“ erfolgte wohl überlegt. Diese bezog sich gezielt auf die Verbesserung der Nahversorgung mit einem Vollsortimenter und Drogerie. Auch die Verbesserung der medizinischen Versorgung spielte dabei eine große Rolle. Dies zeigt Ihnen, einen sinnvollen und schonenden Umgang mit der Ressource Fläche. Möglich ist dies, da der Gemeinderat nur noch Flächen umlegt welche sich im Besitz der Gemeinde befinden sollten und sofort bebaut werden. Dadurch entsteht der geringste Eingriff in die Natur.

Umwelt ist uns wichtig. Deshalb hat der Gemeinderat zum Schutz der Tierwelt und des Waldes eine geplante Mountainbikestrecke durch den Wald abgelehnt. Die Gemeinde hat zusätzlich einen Baumlehrpfad der Jagdgenossen, Baumpflanzaktionen von Vereinen und Pflanzungen von Bäumen des Jahres unterstützt. Hierfür wurden Grundstücke für Pflanzaktionen zur Verfügung gestellt.

Des Weiteren wurden gemeindliche Blühflächen eingerichtet. Dies sollte die Bevölkerung für eigene Blühwiesen motivieren. Für diesen Zweck wurde kostenlos Samen ausgegeben. Um heimische Obstsorten vor dem Aussterben zu bewahren hat der Gemeinderat ein Programm aufgelegt. “Pflanze einen Baum – ein Engagement das Früchte trägt”. Dies soll zusätzlich Lebensraum und Nahrung für Insekten und Vögel zu schaffen. Wer  innerorts auf seinem Grundstück Obst-Bäume pflanzt bekommt diese von der Gemeinde geschenkt.

Aufgrund des diesjährigen heißen Sommers und dem Befall der Bäume mit dem Borkenkäfer haben wir darauf verzichtet, den genehmigten Holzeinschlag auszureizen. Der Einschlag wurde auf angegriffene Bäume beschränkt.

Aber Umweltschutz besteht nicht nur Baumpflanzung. Alle gemeindeeigenen Dächer, die für Solaranlagen geeignet sind, wurden vermietet. Defekte Heizungsanlagen der gemeindlichen Gebäude wurden mit direkt auf die Gebäude zugeschnittenen, umwelt-freundlichen Anlagen getauscht. Die im Schwimmbad auf dem Dach montierte Absorberanlage spart ca. 30.000 Liter Heizöl im Jahr. Auch die Warmwasserversorgung der Schwimmbadduschen erfolgt umwelt-freundlich  mittels Kollektoren auf dem Dach.

Im Ort wurden aus mehreren Gründen Blumenkübel gestellt. Erstens, um mögliches falsches Parken an engen Stellen zu verhindern. Zweitens, was wichtiger für die Umwelt ist und dem genauen Beobachter nicht entgeht, Insekten einen Rückzugsort und Nahrung zu bieten. Damit leistet die Gemeinde auch einen Beitrag was die Initiatoren des Volksbegehrens „Rettet die Bienen“ erreichen wollten. Drittens dienen sie zur Auflockerung des Ortsbildes. Eine bloße Forderung, mehr Bäume statt Blumenkübel, kann deshalb Innerorts nicht ganz nachvollzogen werden. Aufgrund unter der Straße verlaufender Leitungen ist es nicht überall möglich Bäume in die Straße zu pflanzen.

Anhand dieser Beispiele können Sie, meine sehr verehrten Damen und Herren sehen, dass vernünftiger Umweltschutz bei uns groß geschrieben wird. Den aktuellen Hype, welcher derzeit bundesweit wegen Umweltschutz betrieben wird, ist nicht einfach zu verstehen.

Während wir eine saubere Umwelt in Deutschland von der Politik und Industrie einfordern, wird es billigend in Kauf genommen, dass in Südamerika, China und Afrika die Umwelt zerstört wird. Und dies nur, um die Rohstoffe für Handys und Batterien kostengünstig zu gewinnen.

Die beim Abbau entstehenden, negativen Folgen für die Gesundheit der Bevölkerung und die dortige Zerstörung der Natur findet bei “Wenigen” Beachtung.

Dies halte ich für falsch und kann so auch nicht toleriert werden. Denn wir haben nur eine Welt und Umweltschutz ist global zu betrachten. Zu einer sauberen Umwelt kann jeder beitragen und sie fängt bei jedem einzelnen an.

Dies betrifft auch die „Fridays for Future Generation“. Man kann zum Beispiel auf das Eltern Taxi in die Schule verzichten. Hier bietet sich alternativ, wenn sich die Schule im Ort befindet, laufen oder das Fahrrad an. In die Nachbarorte wäre es dann, auch wenn es etwas länger dauert, Bus oder Bahn. Nicht immer das neueste Handy besitzen zu müssen ist ebenfalls ein aktiver Beitrag zum Umweltschutz.

Grosswallstadt hat sich aber nicht nur umweltmäßig weiterentwickelt. Auch in der medizinischen Versorgungskurve haben wir uns weiter nach oben bewegt. Derzeit ist unsere Gemeinde mit Allgemeinmedizin, Orthopädie, Augenheilkunde, Unfallchirurgie und bald mit der im Bau befindlichen Radiologie sehr gut aufgestellt. Das Angebot wird durch zwei Physiotherapiepraxen, zwei Sanitätshäusern, Ergotherapie, einer Hebammenstation und einer Apotheke abgerundet. Dies bedeutet kurze Wege für unsere Bürger. Für die am 31.12. geschlossene Zahnarztpraxis wird aber noch eine Nachfolge gesucht, Räumlichkeiten wären im Gebäude der Radiologie vorhanden.

Nicht weniger wichtig ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Für unseren Gemeinderat und die Verwaltung ein besonders wichtiges Thema. Diese muss für die Betroffenen bezahlbar sein. Aus genanntem Grund haben wir 2018 einen Kindergartenplatz mit 3.171 € und einen  Schüler an unserer Mittelschule mit 2.606 € gefördert. Die genauen Zahlen für 2019 liegen noch nicht vor.

Hier gilt  unsere Gemeinde im Landkreis als Vorbild. Ein sehr guter Betreuungsschlüssel und großzügig gestaltete neue Gebäude wie Krippe, Hort und Mensa zeugen davon, dass es dem Gemeinderat bei diesem Thema ernst ist.

Die bezahlbaren Plätze, welche in den letzten Jahren durch die Neubauten geschaffen wurden, stoßen aktuell, aufgrund der regen Nutzung durch die Eltern an ihre Grenzen. Deshalb wurde der Neubau eines Kinderhauses für ca. 3,5 Mio. € beschlossen. Durch den in München durchgesetzten Zuschuss von 100 € für Krippen- und Kindergartenplätze entstehen für Eltern in Großwallstadt, bei Buchung eines Achtstunden-Platzes monatliche Kosten von nur 13 €. Betreuung ist aber auch in der Schule wichtig. Deshalb stehen für die Jugendsozialarbeit an unserer Schule zwei Mitarbeiter zur Verfügung. Abgerundet wird dieses Angebot durch die offene Ganztagsschule. Diese Einrichtung nutzen am Nachmittag fast 160 Kinder freiwillig. Auch die freie Jugendarbeit, für Kinder die sich nicht vereinsmäßig binden wollen, ist abgedeckt. Diese läuft über unsere Jugendbeauftragten. Federführend ist hier unsere Rätin Irene Störger, die sich um die Betreuung der Kinder, durch Berufspraktikanten kümmert. Um unseren Schulstandort weiter zu sichern und eine optimale Betreuung unserer Kinder zu gewährleisten, steht ein Umbau des Verwaltungstraktes und der Neubau von zwei Schulturnhallen im Wert von 4,5 Mio. € an.

Diese Kür, gemeint ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Kindergärten, Schulen und Jugendbetreuung, bedeuten für die Gemeinde einen hohen finanziellen Aufwand. Gleiches gilt für die Sportförderung in die 2019,  38.526,23 € als Barmittel in unsere Vereine flossen. Nicht darin enthalten, ist der Unterhalt der Sportstätten mit der Freistellung der Jugendlichen von den Hallenmieten. Lebensqualität bietet auch unser Schwimmbad. Der Unterhalt des Bades mit hohem Defizit ist auch Kür des täglichen Gemeindelebens.

Leisten können wir uns diese,  für viele selbstverständliche Dinge, nur durch unsere innovativen Unternehmer. Diesen bieten wir ein sehr gutes Umfeld durch Bereitstellung wie  Internet, Wasser- und Abwasserversorgung. Nur so konnten wir uns, durch die aufgebaute Infrastruktur, gemeinsam zu einem bedeutenden Industriestandort im Kreis Miltenberg entwickeln. Die aktuellste Zahl des Bayerischen Landesamts für Statistik aus dem Jahr 2018, zu sozialversicherungs-pflichtigen Arbeitsplätzen in Großwallstadt, ergab 3360. Diese  dürfte sich zwischenzeitlich, aufgrund vieler Neuansiedlungen wie Baywa, Raffaelo Rossi und der regen Bautätigkeit bei Alcon, weiter  erhöht haben.

Vom Boom der Arbeitsplätze und Industrie zeugen auch unsere 18.000 statistisch erfassten Übernachtungszahlen. Wir zahlen zwar hohe Mitgliedsbeiträge in den Tourismus-verbänden Churfranken, Spessart- Mainland und dem Geo-Naturpark-Odenwald, die Übernachtungs-zahlen sind jedoch unserem Gewerbe geschuldet. Ohne unser Gewerbe, für das wir auch immer wieder zum Wohl der Gemeinde investieren müssen, könnten wir uns kein Schwimmbad, die erwähnte Kinderbetreuung, die hohen  Vereinsförderungen oder viele andere selbstverständliche Annehmlichkeiten leisten. Hierzu zählt auch die digitale Schule, die in 2020 umgesetzt werden soll.

Nachdem wir kurz in die Vergangenheit geblickt haben, wird es Sie  bestimmt auch interessieren, welche Aufgaben den Gemeinderat außer der Planung des erwähnten Kinderhauses und Umbau der Schule 2020 beschäftigen werden.

Das erste Projekt welches abgeschlossen wird, ist die Sanierung und Vergrößerung der Aussegnungshalle. Hier sind die Bauarbeiten in vollem Gang und sollen im Frühjahr beendet sein. Die General- Sanierung war überfällig, da in das Gebäude an mehreren Stellen Wasser eingedrungen ist. Die sanitären Anlagen im Alter von 50 Jahren waren stark renovierungsbedürftig und das Gebäude war nur über Treppen zu erreichen. Deshalb hat sich der Gemeinderat entschlossen, eine Sanierung durchzuführen. Die Aussegnungshalle wird jetzt barrierefrei, erhält in einem vorhandenen Raum eine weitere Kühlzelle und was wichtig ist, ausreichend Wetterschutz für Angehörige und Trauergästen bei Bestattungen. Die Aufwendungen hierfür stehen kostenmäßig im gleichen Verhältnis wie beim Neubau des Leichenhauses im Jahr 1969. Man darf halt D-Mark 50 Jahre später nicht mit Euro vergleichen. Man hat ja damals auch weniger verdient.

Die größte Herausforderung steht jedoch mit der Sicherung der eigenständigen Wasserversorgung unserer Gemeinde an. Nur zur Erinnerung. Unser  Brunnen III, ging 1986 mit einer genehmigten Förderrate von 220.000 m³ in Betrieb. Für diese Entnahmemenge wurde erst zehn Jahre später, also 1996 ein Wasserschutzgebiet ausgewiesen. In diesem befanden sich damals schon zahlreiche Gefahrenpotentiale, auf welche die Genehmigungsbehörden hingewiesen haben und eine Lösung gefordert haben. Im Jahr 2002, also nur acht Jahre später, wurde die Fördermenge auf 450.000 m³ erhöht. Das Schutzgebiet wurde jedoch nie angepasst und das Problem mit den Gefahrenquellen nie gelöst. Deshalb war es folgerichtig, dass 2005 die Planung des Brunnen IV erfolgte. Nach Inbetriebnahme des Brunnen IV mit einer Förderrate von 732.000 m³ im Jahr 2013, wurde von den Genehmigungs-behörden das Wasserschutzgebiet des Brunnen III aufgehoben und der Brunnen musste vom Trinkwassernetz genommen werden. Hier noch die kleine Anmerkung, dass man aufgrund der Änderung der Gesetzeslage und der Rechtsauffassung für eine Ersatzwasserversorgung ebenfalls ein Wasserschutzgebiet braucht. Zurück zur Fördermenge. Bis zum Jahr 2022 werden wir eine Fördermenge von ca. 1.500.000 m³ benötigen. Dies ist nur mit mehreren Brunnen möglich. Diese sind zurzeit in Planung bzw. Umsetzung. Die Brunnen befinden sich ausnahmslos im 1980 festgelegten Wasservorbehaltsgebiet des Freistaates Bayern. Dieses wurde eingerichtet um die Versorgung der Gemeinden der Gemeinden des Landkreises Miltenberg zu sichern. Richtig gehört: Aller Gemeinden des Landkreises. Ausnahme ist jedoch, wenn wir das Wasser selbst benötigen. Darüber sollten sich „Jene“, die gerne andere Informationen streuen, mal Gedanken machen. Verzögert hat sich die Inbetriebnahme dieser Brunnen aufgrund eines Umweltschadens. Dieser stammt wie heute bekannt, aus der ausgeräumten Deponie Pitztal. Nach zahlreichen Untersuchungen und dem ursprünglichen Wunsch des Landratsamtes, dass unsere Gemeinde das Wasser aus Aschaffenburg beziehen soll, hat sich die Sachlage geändert. Groß-wallstadt bleibt in der Wasserversorgung unabhängig. Ein großer Erfolg für den Gemeinderat. Möglich macht dies eine Aktivkohlefilteranlage. Die Erlaubnis wurde uns beim Wassergipfel am 11.12. im Landratsamt zugesagt. Somit können wir unseren Bürgern weiterhin einen in der Region unschlagbaren Preis für in Wasser und Abwasser bieten und bleiben was das Wichtigste ist, ein unabhängiger Versorger.

Eine solche Wohltat für das Portemonnaie unser Bürger, gemeint sind günstige Verbraucherpreise, ist nur möglich, da viel Wasser durch unsere Anlagen fließen. Die Investitionskosten werden gemäß Verbrauch über die Gebühren erhoben und sind somit gerecht aufgeteilt. Da wir große Endverbraucher haben, wirkt sich diese Verteilung positiv auf den normalen Haushalt aus. Es gilt nämlich ein Einheitspreis. Man hört zwar im Flurfunk immer wieder Unkenrufe, dass wir zu viel Wasser verbrauchen würden und dies nicht nachhaltig ist. Dies kann man so nicht bestätigen.  Aus einem Brunnen darf nie mehr Wasser entnommen werden, als natürlich nachfließt. Aus diesem Grund wird die Entnahme von übergeordneten Behörden überwacht und genehmigt.  Des Weiteren ist zu beachten, dass das Wasser, wie es sich vielleicht „Viele“ vorstellen, nicht aus einem unterirdischen See entnommen wird. Das Wasser fließt unter Grosswallstadt durch. Wasser, das nicht entnommen wird,  wäre also auch nicht zu einem späteren Zeitpunkt nicht verfügbar.

Gerade weil unsere Gemeinde viel Wasser benötigt, wird bei uns Grundwasserschutz groß geschrieben. Rund um den Brunnen IV hat die Gemeinde Grundstücke mit Wochenendhäusern aufgekauft. Diese Flächen inklusive der Gebäude, werden mit Absprache der Natur-Schutzbehörden der Renaturierung zugeführt. Wie allgemein aus der Presse bekannt, wurden wegen Verstößen gegen die Schutzverordnung des Freistaates, schon Anzeigen gefertigt und erfolgreich Prozesse geführt.

Brunnen III wurde nachhaltig als Brauchwasserbrunnen gerettet. Durch ihn erhält das Gewerbe Kühl- und das Schwimmbad Badewasser. Das Wasser wird ebenfalls zur Bewässerung unserer Bäume und Blumenkübel im Ortsbereich verwendet. Für die Bevölkerung wurde, um nachhaltig Trinkwasser zu sparen, eine Brauchwasser-Entnahmestelle eingerichtet. Kosten ca. 15.000 €. Ein Grund war das Argument, das Wasser aus den Seen wäre zur Bewässerung der Weinberge nicht geeignet. Genutzt wurde diese Investition im heißen Sommer 2019 leider nicht. Auch die Sportanlagen werden mit Brauchwasser bewässert. Man sieht also, Trinkwasserschutz und Schonung der Ressourcen wird vom Gemeinderat groß geschrieben. Deshalb beachtet die Gemeinde auch strikt die seit 1980 auf unserer Gemarkung eingeführte Schutzverordnung des Wasservorbehalts-Gebietes. Des Weiteren, wurde zusammen mit dem Landratsamt, für Brunnen IV ein Wasserschutzgebiet ausgewiesen.

Auch wenn die Sicherung der Wasserversorgung noch einige Millionen verschlingen wird, sind wir sicher, dass wir den unschlagbar günstigen Preis für Wasser und Abwasser in der Region Miltenberg, Stadt und Kreis Aschaffenburg sowie Bayernweit halten können.

Trotz dieser Investitionen wird die Gemeinde, die Aufnahme von Krediten vermeiden können und die solide seit 2013 schuldenfreie Finanzpolitik weiterführen. Um dies zu leisten, ist es aber nötig, unseren Industriestandort zu unterstützen, zu sichern und auszubauen. Denn Arbeitsplätze bedeuten nicht nur Kaufkraft für den Einzel- und Großhandel in Großwallstadt und der Region. Vielmehr generiert die Gemeinde damit Gewerbesteuereinnahmen und kann damit den Bürgern die bereits erwähnten Annehmlichkeiten bieten.

Aber dazu wird Ihnen gleich, Herr Norbert Dörr,  Geschäfts-führer der Firma Alcon,   einiges aufführen.

Lassen Sie mich am „Ende“ meiner Ausführungen noch allen „ehren-amtlich und hauptamtlich Tätigen“ in den Vereinen, Verbänden, Kirchen und Organisationen, des Seniorenbeirats und des Senioren-Kreises für ihre Arbeit zum Wohl ihrer Mitmenschen danken. Ohne Ehrenamt wäre das Ortsgeschehen nicht intakt. Auch gäbe es nicht das vielfältige Freizeitangebot.

Während wir hier, zusammen den Beginn des „Neuen Jahres“ begehen, sollten unsere Gedanken auch bei den Menschen sein, die aus beruflichen Gründen nicht anwesend sein können. Dies sind Mitarbeiter in Krankenhäusern und Pflegediensten, bei unserer Polizei und der Feuerwehr. Der Feuerwehr darf ich hier für ihre in 2019 geleistete Arbeit noch einmal ausdrücklich danken. Denken wir aber auch an die Menschen, welche 2019 oder im schon begonnenen Jahr einen Schicksalsschlag durch Tod eines geliebten Menschen, durch Krankheit  bzw. Verlust des Arbeitsplatzes erlitten haben oder wegen Ihrer Rasse politisch verfolgt und  aus ihrer Heimat vertrieben wurden. Lasst uns auf diese Menschen zugehen und Verständnis zeigen.

Erheben wir nun das Glas auf eine erfolgreiche Zukunft.
Wie eingangs erwähnt, liegt der Stift schon bereit diese zu zeichnen.
Lassen Sie es uns gemeinsam anpacken.
Möge uns und unseren Familien ein gutes Jahr 2020 bevorstehen.
Dazu wünsche ich Ihnen Gesundheit, Glück, Erfolg, Gottes Segen und die nötige Zuversicht.

Ihr
Roland Eppig, 1. Bürgermeister

Vergabe der Listenplätze in der Aufstellungsversammlung am Sonntag, 15.12.2019

Unsere Aufstellungsversammlung ergab für unseren Bewerber für das Amt des Bürgermeisters und der Bewerber/innen für einen Sitz im Gemeinderat und deren Ersatzkandidaten  ein einstimmiges Votum. Die von den Bewerbern am 04.12. festgelegten Listenplätze wurden von den 35 anwesenden Stimmberechtigten so bestätigt.

Wir bitten Sie bei der Wahl am 15. März 2020 um Ihre Untertützung. Dann werden wir mit Ihrer Hilfe weiterhin unsere Entscheidungen
– sachgerecht zum Wohl der Gemeinde,
ohne einen eigenen Vorteil daraus zu ziehen
– und  parteiunabhängig
treffen können.

Listenplätze 1 bis 16

1. Eppig, Roland

Bürgermeisterkandidat
58 Jahre
verheiratet, zwei Kinder
Beruf: 1. Bürgermeister
Ehrenamt: Mitglied Kirchenverwaltung, Kreisrat, Vorsitzender Kerbclub

2. Völker, Reiner

Gemeinderat
55 Jahre
Lebensgemeinschaft, ein Kind
Beruf: Kfz-Meister
Ehrenamt: Gemeinderat

3. Scherger, Nicole

Gemeinderätin
47 Jahre
verheiratet, zwei Kinder
Beruf: Steuerfachwirtin
Ehrenamt: Gemeinderätin

4. Vogel, Heinz Felix

Gemeinderat
56 Jahre
Lebensgemeinschaft, ein Kind
Beruf: Finanzbeamter
Ehrenamt: Gemeinderat, Vorsitzender Hundesportverein

5. Dr. Wenderoth, Hardy

Gemeinderat, Fraktionssprecher
46 Jahre
verheiratet, zwei Kinder
Beruf: Facharzt Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin; Leitender Notarzt; Leitender Oberarzt Zentrale Notaufnahme
Ehrenamt: Gemeinderat

6. Krist, Andreas

3. Bürgermeister, Gemeinderat
Bürgermeister Ersatzkandidat
49 Jahre
verheiratet, zwei Kinder
Beruf: Dipl. Ing. (FH) Manager Fa. Continental
Ehrenamt: Gemeinderat

7. Geis Alexander

46 Jahre
verheiratet, zwei Kinder
Beruf: Diplom Kaufmann Bereichsleitung Dielmann Gruppe
Ehrenamt: Mitglied Kirchenverwaltung

8. Sam, Frank

48 Jahre
verheiratet, zwei Kinder
Beruf: Maschinenbauunternehmer im Bereich Antriebstechnik; Zerspanungsmechaniker
Ehrenamt: Spielausschussvorsitzender SV Großwallstadt

9. Ball, Wolfgang

48 Jahre
verheiratet, zwei Kinder
Beruf: Gärtnermeister

10. Pilzweger, Maria

Gemeinderätin
69 Jahre, verwitwet, zwei Kinder
Beruf: Rentnerin, Hausfrau
Ehrenamt: Gemeinderätin, Mitglied Seniorenkreis

11. Brunn, Andreas

42 Jahre
Lebensgemeinschaft, zwei Kinder
Beruf: Niederlassungsleiter Baywa Großwallstadt

12. Klement, Ralf

2. Bürgermeister, Gemeinderat
54 Jahre
verheiratet,drei Kinder
Beruf: Metallbaumeister
Ehrenamt: Gemeinderat, Vorstandsmitglied Kerbclub

13. Weißgerber, Dieter

52 Jahre
verheiratet, zwei Kinder
Beruf: Kaufmann, Geschäftsstellenleiter der Bayerischen Landesbrandversicherung Aschaffenburg

14. Hellenthal, Lucas

34 Jahre
verheiratet, drei Kinder
Beruf: Feinmechanikermeister
Ehrenamt: Vorstandsmitglied Kerbclub Großwallstadt

15. Heidrich, Matthias

49 Jahre
Lebensgemeinschaft, zwei Kinder
Beruf: Regionalleiter Vertrieb Rhein/Main, Fa. Gollmann Kommissionierautomaten; Inhaber Firma Heidrich Konzepte

16. Kroth, Hugo

63 Jahre
verheiratet, ein Kind
Beruf: Leiter der Hausverwaltung, Brandschutz und Arbeitssicherheit Galeria Kaufhof
Ehrenamt: 2. Vorsitzender Feuerwehrverein

Ersatzkandidaten

Unsere Liste wird durch folgende Ersatzkandidaten ergänzt. Diese rücken in genannter Reihenfolge immer auf den letzten Platz in der Liste nach. Alle anderen Kandidaten rutschen dann entsprechend um einen Platz nach vorne.

17. Prutky, Thomas

49 Jahre
Lebensgemeinschaft, ein Kind
Beruf: Geschäftsführender Gesellschafter TOP Raumdesign GmbH

parteilos

18. Eppig, Rene

30 Jahre
verheiratet
Beruf: Industriefachwirt und Elektroniker; Kundenbetreuer Vertrieb Elektro Braun

Jahresabschlussrede Roland Eppig, 1. Bürgermeister

„Werte Leser, Mitbürgerinnen und Bürger, werte Germeidneratskollegen und Kolleginnen,

es weihnachtet;

Überall in unserer schönen Gemeinde macht sich die Vorfreude und festliche Stimmung, wie man an der Weihnachtsbeleuchtung in den Straßen und den Weihnachtsbäumen vor dem Rathaus und Heimatmuseum erkennen kann, breit.

Harmonische Stunden im Kreis unserer Lieben, viel Zeit zum Erholen und Genießen stehen an. Dies wünsche ich uns allen  von Herzen für die bevorstehenden Feiertage.

Weihnachten ist für viele Menschen in dieser Welt das wichtigste und wohl schönste Fest des Jahres. Es gibt uns Gelegenheit, auch einmal über unseren alltäglichen Horizont hinauszublicken und macht auf  Dinge aufmerksam, die wirklich wichtig sind.

So lässt sich zum Beispiel Gesundheit nicht kaufen, in Geschenkpapier wickeln und unter den Christbaum legen. Gleiches gilt für das Glück welches man nicht erwerben kann. Dennoch sind Gesundheit, Zufriedenheit und ein Leben in Frieden Geschenke, für die wir nicht dankbar genug sein können.

Die Zeit zwischen den Jahren gibt uns die Möglichkeit sich auf ein paar Tage der Entspannung zu freuen. Es sind Tage der Besinnung, welche die Möglichkeit bieten,  um für sich selbst rückblickend das alte Jahr zu bewerten und einen Ausblick auf das neue Jahr zu wagen.

Da die Wahlperiode 2014 bis 2020, genau wie das Jahr 2019 endet und der Gemeinderat sich das letzte Mal in dieser Zusammensetzung zu einer Weihnachtssitzung trifft, halte ich einen kurzen Rückblich über das von uns auf den Weg gebrachte.

Drei Gemeinderatsmitglieder treten nicht zur Wiederwahl und keiner weiß, welches Ergebnis für uns die Wahlen im März bringen. Es ist also die beste Zeit ein Resümee unserer Arbeit zu zeigen.

Bis einschließlich heute traf sich der Gemeinderat zu 84 Gemeinderats- und 31 Ausschusssitzungen. Von den Ausschusssitzungen entfielen auf den Bauausschuss 22 zuzüglich zwei Sondersitzungen für den Bau des neuen anstehenden Kindergartens.

Ein Lob an unsere Räte und Rätinnen, die hier permanent ihre Freizeit in den Dienst der Allgemeinheit, also unserer Gemeinde gestellt haben.

Man sieht also sehr viel ehrenamtliches Engagement und Zeitaufwand welche Räte und Rätinnen an den Tag legen. Dieser Einsatz, damit unsere Gemeinde gut funktioniert wird aber oftmals von Personen, die nicht den Mut haben, Verantwortung zu übernehmen, in ausreichendem Maß gewürdigt.

Wenn ich auf alle Projekte, die hier im Rat behandelt wurden eingehen würde, täte dies die Zeit sprengen. Deshalb werde ich mich auf folgende Punkte konzentrieren.

  • Baugebiete – Natur und Umwelt
  • Medizinische Versorgung
  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • Sicherung der Wasser und Abwasserversorgung
  • Ausbau des Gewerbestandortes

Großwallstadt wächst, jedoch nur flächenmäßig. In den letzten vier Jahren gab es in unserer Gemeinde 294 Bauanträge. Um den Flächenverbrauch sinnvoll einzuschränken hat der Gemeinderat der Verwaltung die Vorgabe gegeben, Ortskernverdichtung, wie am Friedhof und hinter der „Alten Schule“, haben Vorrang vor Ausweisung neuer Baugebiete. Diese werden wiederum auch nur ausgewiesen,  wenn alle Flächen im Besitz der Gemeinde sind. Dies ist nachhaltig für spätere Generationen, da es noch viele Bauplätze im Ortskern und im Gewerbegebiet gibt, die jahrzehntelang brach liegen. So beugt der Gemeinderat Flächenspekulationen vor. Natur und unser Trinkwasser sind wichtig. Um diese zu schützen hat die Gemeinde zur Renaturierung viele Grundstücke rund um unsere Trinkwasserbrunnen aufgekauft, zusätzliche Blühwiesen eingesät und in Aktionen mit Vereinen viele Obstbäume setzen lassen. Dies wurde getan um Tieren und Insekten auf Gemeindegrund einen für sie nutzbaren Lebensraum zu schaffen.

Um dies noch mehr zu fördern, gemeint ist, natürliche Räume zu schaffen, konnten sich interessierte Einwohner auf dem Bauhof kostenlos Samen für eigene Blühwiesen abholen. Dass es uns auch ernst mit unserer Natur ist, zeigt der heute zu behandelnde Antrag, „Pflanz einen Baum, ein Engagement das Früchte trägt“. In diesem werden Bürger unterstützt welche auf ihren Grundstücken im Ortskern einheimische Obstbäume pflanzen. Aktionen die Bäume auf Gemeindegrund vorsehen sind zwar zu begrüßen, richtig nachhaltig wird es aber erst, wenn man Privatgrund zur Verfügung stellt. Dies gilt auch für Spekulationsgrundstücke.

Auch in der medizinischen Versorgung gab es in unserer Gemeinde eine Erfolgskurve nach oben. Ob es um Allgemeinmedizin, Orthopädie, Augenheilkunde, Unfallchirurgie und die im Bau befindliche Radiologie geht, es bedeutet für unsere Bürgerinnen und Bürger kurze Wege. Das medizinische  Angebot wird durch zwei Physiotherapien, zwei Sanitätshäusern und eine Apotheke abgerundet. Dies ist gegenüber anderen, gleich großen Gemeinden eine Topversorgung auch wenn für unseren Zahnarzt, der zum 31.12. seine Praxis schließt, noch kein Nachfolger gefunden werden konnte.

Junge Ärzte gehen zurzeit, vermutlich wegen geregelterer Arbeitszeiten, lieber in die Forschung. Wir bleiben hier aber am Ball und versuchen diese Lücke zu schließen.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ein besonders wichtiges Thema. Zum einen muss diese bezahlbar sein, zum anderen braucht man Gebäude, die mit Leben gefüllt werden können. Die Ganztagesbetreuung sollte eigentlich mit dem Bau der Mensa, des neuen Hort, und der Krippe auf Jahre gesichert sein. Die Kapazitäten welche durch die Neubauten geschaffen wurden, stoßen aber durch den regen Gebrauch durch die Eltern, was zu begrüßen ist, viel früher als geplant, schon wieder an ihre  Grenzen.  Deshalb ist ein weiterer Neubau für Kinderbetreuung in Planung.

Für die Jugendsozialarbeit an Schulen gibt es zwei Stellen. Für die freie Jugend-arbeit stehen Räume in der „Alten Schule“ zur Verfügung. Hier kümmert sich die Jugendbeauftragte der CSU, unsere Irene Störger, das die Zeiten mit Kräften, welche Praktika in entsprechenden Berufen leisten müssen, abgedeckt sind.

In diesem Atemzug sind ebenfalls noch die Neuordnung der Förderrichtlinien für Jugend und Vereine und die kostenlose Nutzung von Sportstätten durch die Vereinsjugend zu nennen. Also alles in allem ein sehr gutes Umfeld welches unseren Bürgern geboten wird.

Die größte Herkulesaufgabe wurde jedoch mit der Sicherung der Wasserversorgung gestemmt. Brunnen III ging 1986 mit einer genehmigten Förderrate von 220.000 m³ in Betrieb. Für diese Entnahmemenge wurde 1996 ein Wasserschutzgebiet ausgewiesen. In diesem befanden sich damals schon zahlreiche Gefahrenpotentiale. Im Jahr 2002 wurde die Fördermenge auf 450.000 m³ erhöht. Ein entsprechendes Schutzgebiet wurde jedoch nie ausgewiesen, was aufgrund des nun noch flächenmäßig noch höheren Gefahrenpotentials auch nicht möglich gewesen wäre. So war es zwangsläufig, dass der Brunnen nach Inbetriebnahme des Brunnen IV mit einer Förderrate von 732.000 m³ im Jahr 2013, sein Wasserschutzgebiet vom Landratsamt aufgehoben bekam. Zwischenzeitlich  wird man bis zum Jahr 2022 eine Fördermenge von ca. 1.500.000 m³ benötigen. Dies ist nur mit mehreren Brunnen möglich, die in Planung bzw. Umsetzung sind. Verzögert hat sich die Inbetriebnahme dieser Brunnen aufgrund eines Umweltschadens der, wie heute bekannt ist, von unsren zwei alten Mülldeponien stammt. Nach zahlreichen Untersuchungen und dem Wunsch des Landratsamtes das Wasser aus Aschaffenburg zu beziehen. Was nicht gewollt war, kam es nun am 11.12.2019 endgültig zum Durchbruch. Grosswallstadt bleibt bei der Wasserversorgung unabhängig. Die vom Gemeinderat beantragte Aktivkohleanlage, eine natürliche Wasserreinigung, wird genehmigt, so dass jetzt mit der Umsetzung der Bauten begonnen werden kann.

Letztes Thema welches ich anschneiden möchte ist der Ausbau unseres Gewebestandortes. Hier haben wir schon 2008 den ersten Grundstein mit dem Ausbau des DSL-Netzes gelegt. Wir haben bis heute eine Infrastruktur und ein Umfeld für Handel, Gewerbe und Planungsbüros geschaffen, das zur Ansiedelung zahlreicher neuer Firmen geführt hat. Die Nachfrage ist immer noch hoch, freie Grundstücke jedoch Mangelware. Die Neuansiedlungen führten zu hohen stabilen Gewerbesteuereinnahmen, da sich diese nun auf mehrere Schultern verteilt und nicht nur an einzelnen Betrieben hängenbleibt. Durch die Zahlungen dieser Firmen können wir unseren Bürgern Annehmlichkeiten wie Schwimmbad, hohe Sportförderungen, günstige Betreuungsplätze für Kinder und niedrige Steuersätze bieten. Auch die weiterhin jetzt sicherstehende Unabhängigkeit unserer Wasserversorgung und ein Großabnehmer für Wasser und Abwasser spielen für den Bürger eine bedeutende Rolle. Jeder Bürger merkt dies jeden Monat in seiner Geldbörse. Wir haben in Bayern derzeit wohl unschlagbaren Wasser- und Abwassergebühren.

Informationen, dass wir zu viel Wasser benötigen treten immer wieder auf. Eines steht jedoch fest. Das Wasser, welches nicht entnommen wird, fließt an Großwallstadt vorbei. Genauer gesagt unter dem Main durch. Es darf auch nicht mehr Wasser entnommen werden als nachfließt. Dies würde die Nachhaltigkeit stören. Positiv betrachtet fließt das Wasser, welches wir jetzt entnehmen nicht unter dem Main sondern im Main an uns vorbei. Denn unsere Kläranlage steht in Elsenfeld und das Wasser gelangt von dort gereinigt in den Main. Gerade an heißen Tagen ist dies wichtig für Fische, Schifffahrt und dem Grün am Rand des Mains.

Sicherlich auch ein Denkanstoß für Kritiker.

Das Weihnachtsfest und den Jahreswechsel möchte ich aber auch zum Anlass nehmen, um all denen zu danken, die daran mitgearbeitet haben, Grosswallstadt lebens- und vor allem liebenswert zu gestalten.

Hier gilt mein Dank besonders den Bürgerinnen und Bürgern, die sich auf caritativem, sportlichem und kulturellem Gebiet in Kirchen, Vereinen, Verbänden, Institutionen und Initiativen beruflich oder ehrenamtlich engagiert haben.

Des Weiteren darf ich mich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Rathaus und dem Bauhof recht herzlich für die gute Zusammenarbeit bedanken.

Dies gilt natürlich auch für die konstruktive Zusammenarbeit im Gemeinderat.

Auch wenn  Personen den Eindruck erwecken wollen, dass die Gemeinde wieder vereint werden müsste, kann ich dies nicht erkennen. Das soziale Miteinander und die Zusammenarbeit der Vereine und Verbände sind ein Pluspunkt von Großwallstadt.  Dies war die Grundlage für die sehr positive Entwicklung unserer Gemeinde in den letzten Jahren.

Auch allen Einwohnern, darf ich für ihr Mitdenken, Mitwirken, Mitarbeiten und den zahlreichen Anregungen danken. Dies zeigt die Lebendigkeit unsres Ortes. Über das herausragende Engagement derer, die sich eingebracht haben, habe ich mich besonders gefreut.

Vor uns liegt nun ein weiteres Jahr mit vielen Hoffnungen, Wünschen und guten Vorsätzen. Wir alle schätzen den Frieden und die Mitmenschlichkeit. Diese Werte haben Bestand und bleiben immer eine Richtschnur für unsere gemeinsame Zukunft.

Ich wünsche Ihnen von Herzen erholsame und besinnliche Weihnachten, einen guten Jahreswechsel und ein friedliches, erfolgreiches neues Jahr, vor allem Gesundheit und Gottes Segen.

Ihr

Roland Eppig
1. Bürgermeister

Jahresabschlussrede Fraktionssprecher Dr. Hardy Wenderoth

Liebe Leser, liebe Mitbürger und Mitbürgerinnen

ich möchte dieses Jahr meine Weihnachtsrede auf eine andere Art und Weise beginnen als bisher, nämlich mit der „Weihnachtsfabel der Tiere“, welche uns zum Nachdenken anregen sollte.

Die Tiere diskutierten einst über Weihnachten. Sie stritten, was wohl die Hauptsache an Weihnachten sei. “Na klar, Gänsebraten”, sagte der Fuchs. “Was wäre Weihnachten ohne Gänsebraten?”. “Schnee”, sagte der Eisbär. “Viel Schnee.” Und er schwärmte verzückt von der weißen Weihnacht. Das Reh sagte: “Ich brauche aber einen Tannenbaum, sonst kann ich nicht Weihnachten feiern.” “Aber nicht so viele Kerzen”, heulte die Eule. “Schön schummrig und gemütlich muss es sein. Stimmung ist die Hauptsache.” “Aber mein neues Kleid muss man sehen”, sagte der Pfau. “Wenn ich kein neues Kleid kriege, ist für mich kein Weihnachten.” “Und Schmuck!” krächzte die Elster. “Jede Weihnachten bekomme ich etwas: einen Ring, ein Armband. Oder eine Brosche oder eine Kette. Das ist für mich das Allerschönste an Weihnachten.” “Na, aber bitte den Stollen nicht vergessen”, brummte der Bär, “das ist doch die Hauptsache. Wenn es den nicht gibt und all die süßen Sachen, verzichte ich auf Weihnachten.” “Mach’s wie ich:” sagte der Dachs, “pennen, pennen, pennen. Das ist das Wahre. Weihnachten heißt für mich mal richtig pennen.” “Und saufen”, ergänzte der Ochse. “Mal richtig einen saufen – und dann pennen.” Aber da schrie er “aua”, denn der Esel hatte ihm einen gewaltigen Tritt versetzt. “Du Ochse du, denkst du denn nicht an das Kind?” Da senkte der Ochse beschämt den Kopf und sagte “Das Kind. Jaja, das Kind – das ist doch die Hauptsache. Übrigens”, fragte er dann den Esel, “wissen das eigentlich die Menschen?”

Eine tolle Fabel. Für mich beeinhaltet sie einen wesentlichen Aspekt. Es geht an Weihnachten neben der Ruhe, Besinnlichkeit im Rahmen der Familien noch um vielmehr, es geht um das Zwischenmenschliche und um ein faires Miteinander.

Länder entwickeln sich in der Wissenschaft und Forschung immer weiter, zeigen sich weltoffen, halten andererseits an dem Ziel der Ausweitung der Macht fest.

China gelingt im Januar erstmals in der Geschichte die unbemannte Landung auf der Rückseite des Mondes und unterstreicht damit den Anspruch, eine der Führungsmächte auf der Welt zu sein, zeigt sich allerdings trotz der heftigen Gegenwehr der Einwohner Hongkongs nicht in der Lage, blutige Kämpfe zu unterlassen, den Willen der Menschen zu respektieren und von der Einflußnahme auf die Sonderverwaltungszone an der Südküste Chinas abzusehen.

Auch in dem Jahr 2019 erlebten wir wieder Terroranschlägen aufgrund idealistischer und grotesker Wahnvorstellungen. Das Attentat im März in der neuseeländischen Stadt Christchurch mit insgesamt 50 Toten, die Anschlagsserie im April in Sri Lanka auf christliche Kirchen und Hotels am Ostersonntag mit 310 getöteten Menschen oder der gezielte Mord an dem Kassler Regierungspräsidenten Walter Lübcke im Juni.

Wir erleben eine unglaubliche Distanzlosigkeit, wenn Menschen Schwerverletzte mit dem Handy filmen, und registrieren teils eine enorme Grundaggressivität gegen Rettungskräfte, Polizeibeamte, Feuerwehrleute und Mitbürger in bestimmten Alltagssituationen. Im Juli wird ein achtjähriger Junge im Hauptbahnhof Frankfurt vor einen fahrenden Zug gestoßen, in Stuttgart kommt es auf offener Straße zu einem Tötungsdelikt mit einem Schwert.

Andererseits sehen wir in unserer Gesellschaft auch viele junge Menschen, die für ihre Ziele und Zukunft friedlich und zielorientiert demonstrieren wie die Bewegung „Fridays for Future“, welche den aktuellen Klimawandel registriert, aufnimmt und daraus neue Ziele formuliert. Vielfältige Gruppierungen folgen dem Aufruf und unterstützen die Bewegung.

Der Klimawandel ist offensichtlich. Lawinengefahr und Tote durch massive Schneefälle lösen im Januar in Bayern und Österreich chaotische Zustande aus, andererseits wird im niedersächsischen Lingen am 25. Juli mit 42,6°C ein neuer Hitzerekord gemessen. Anfang August stehen rießige Flächen des Amazonas-Regenwalds, die „Lunge der Welt“, in Brasilien, aber auch Bolivien und Paraguay in weiten Teilen in Flammen und Venedig wird im November durch ein Rekordhochwasser überrascht.

 Ebenso im Wandel zeigt sich die Weltpolitik. Bündnisse scheinen aufgrund neuer Konstellationen und Interessensschwerpunkten nicht mehr so fest und sicher zu bestehen, wie sie sich Jahrzehnte auf dem Papier darstellen. Keiner möchte mit Führungsansprüchen dem Anderen nachstehen. Politische Konflikte entstehen.

Im Januar endete der längste Shutdown der US-Geschichte, nachdem der Streit über die Mauer zu Mexiko die US-Regierung 35 Tage lang lahmgelegt hatte.

Die am Syrienkonflikt beteiligten politischen Kräfte lösen sich in den Kriegshandlungen wie in einem Spiel gegenseitig ab und so darf jeder mal das Waffenarsenal und seine Macht in Syrien demonstrieren.

Was uns die Geschichte zeigt ist, dass alle Kriege und Zerwürfnisse von Bündnissen dadurch entstanden sind, dass man zu wenig miteinander gesprochen, sondern vielmehr einander gedroht hat. Intelligente Köpfe mit diplomatischem Geschick sind aktuell mehr gefragt als denn je.

Auch in Deutschland kommt die „Große Koalition“ nicht in ruhiges Fahrwasser. Parteiführungen wechseln, möchten neue Richtungen und damit ihr Handzeichen unter den geplanten politischen Kurs setzen, abgesprochene, schriftlich dokumentierte und signierte Verträge sollen nun nachverhandelt werden, ansonsten droht das Ende der Koalition und Neuwahlen. Denkt denn jemand auch noch an das Wesentliche, den Wähler und den Auftrag, den sie in der Wahl erhalten haben?

Johann Wolfgang von Goethe hat einmal gesagt:
„Es ist nicht genug zu wissen, man muss es auch anwenden;
es ist nicht genug zu wollen, man muss es auch tun“

Dies war sicherlich die Grundlage der letzten 12 Jahre, in denen die Freien Wähler und Du lieber Roland als Bürgermeister die Entwicklung Großwallstadts maßgeblich beeinflusst haben.

Wir in Großwallstadt haben unseren Wählerauftrag verstanden und umgesetzt. Wenn man offenen Auges durch Großwallstadt geht, dann ist doch unbestritten, dass sich unsere Gemeinde in der sozialen, finanziellen und gewerblichen Infrastruktur in den letzten 12 Jahren perfekt weiterentwickelt hat.

Ich möchte bewusst auf die einzelne Auflistung der vielen erreichten Projekte verzichten, da diese in der Weihnachtsrede von unserem Bürgermeister Roland Eppig bereits aufgezählt wurden. Einige sollen jedoch Erwähnung finden.

Wir haben – wie angekündigt – eine solide Finanzpolitik ohne finanzielle Abenteuer, den Erhalt und Modernisierung der gemeindlichen Einrichtungen, die Erweiterung der Freizeitmöglichkeiten und die Schaffung neuer Arbeitsplätze durch die Ausweisung geeigneter gemeindeeigener Grundstücke umgesetzt.

Zudem konnten wir dem langjährigen Wunsch und den stetigen Nachfragen der Großwallstädter Bürger hinsichtlich der Erweiterung der Einkaufsmöglichkeiten mit der Akquise und dem Bau des REWE-Marktes und der Rossmann-Drogerie nachkommen, womit wir eines unserer großen Wahlziele bereits frühzeitig erreicht hatten.

Unsere Philosophie wurde durch die Ansiedlungen potenter Gewerbebetriebe bestätigt, sodass bei gleicher Gewerbesteuerzahlung der Anteil der Firma ALCON an den steigenden Gesamtgewerbesteuerzahlungen nicht mehr wie anfangs 80 Prozent, sondern nun knapp unter 50 Prozent beträgt. Wir haben uns also deutlich flexibler aufgestellt. Im Aktien-Bereich würde man sagen, dass wir dem optimalen Portfolio zur Stabilisierung und Sicherung hoher Gewerbesteuereinnahmen mit großen Schritten nähergekommen sind.

Zudem war uns der Einsatz für die Familien und Senioren wichtig, was man in der Sicherstellung der Krippen- und Hortplätze durch einen weiteren geplanten und erforderlichen Bau einer Kinderkrippe erkennt. Die Vorgaben sind gesetzlich festgeschrieben. Hierbei möchte ich nur daran erinnern, dass damals beim Krippenbau der nun schon bestehenden Kinderkrippe die Freien Wähler das Notwendige frühzeitig erkannt und für einen 4-gruppigen Bau plädiert und geworben hatten. Es waren viele Diskussionen im Gemeinderat notwendig, da einige Kolleginnen und Kollegen der CSU und SPD anfangs der Meinung waren, eine Krippenstärke von drei Einheiten sei bei weitem ausreichend. Glücklicherweise konnten wir, trotz einer zeitlichen Verzögerung, am Ende doch den 4-gruppigen Bau beschließen. Mit dieser Entscheidung haben wir bereits damals sinnvoll in die Zukunft investiert, mit einem nur 3-gruppigen Krippenbau hätten wir nun beim Pan der neunen Kinderkrippe deutlich mehr räumliche und finanzielle Hürden stemmen müssen.

Investiert in die Zukunft haben wir auch durch die Bereitstellung von Geldern zum Erhalt unserer Grund- und Mittelschule, welche bayernweit zu einer der beliebtesten und renommiertesten gehört, und der Ausweisung neuer Baugebiete für junge Familien zu erschwinglichen und fairen Preisen. Ortsverdichtende Maßnahmen, Schließung offener Baulücken und der Ausbau des Wertstoffhofes sind uns gut gelungen. Zudem sind wir auf den Wunsch einzelner Winzer eingegangen und haben eine Wasserentnahmestelle zur Bewässerung der Weinberge eingerichtet.

Nach intensivem, jahrelangem Kopfzerbrechen hinsichtlich der Wasserversorgung, zwischenzeitlich nicht nachvollziehbaren Entscheidungen durch das Wasserwirtschaftsamt, wurden unsere Vorgehensweise und Beharrlichkeit nun beim Wassergipfel, bei dem alle beteiligten Behörden im Landratsamt Miltenberg am 11.12.2019 anwesend waren, belohnt und für richtig befunden. Wir können nun unseren Bürgern weiterhin eine optimale Wasserqualität in ausreichender Menge bei niedrigen Wassergebühren bieten. Es gibt keine Einwände mehr, alle geplanten Brunnen dürfen mit entsprechenden Aufbereitungsanlagen, wie dies beispielsweise in Aschaffenburg schon lange praktiziert wird, ans Netz gehen. Damit ist die Trinkwasserversorgung von Großwallstadt und die Wasserlieferungen an die Firma ALCON sichergestellt.

Liebe Kolleginnen und Kollegen im Gemeinderat, auch wir haben uns weiter zusammengerauft und viele Anliegen der Bürgerinnen und Bürger in zahlreichen ehrenamtlichen Stunden entschieden bzw. auf den Weg gebracht.

Wie bereits in der Weihnachtsansprache 2018 angemerkt, hat sich unsere Zusammenarbeit auch 2019 weiterhin verbessert und wir konnten auf einem ordentlichen Niveau sinnvoll, kollegial und zielorientiert viele fruchtbaren Entscheidungen für unser Großwallstadt treffen. Wir sind zu einem noch besseren Team gewachsen.

Vielleicht können wir aus der Weihnachtsfabel aber auch etwas für unseren zukünftigen Wahlkampf, die Wahl des Bürgermeisters und Gemeinderats, welche nächstes Jahr ansteht, mitnehmen. Wir sollten uns auf das Wesentliche fokussieren, gerne diskutieren, welche Ziele die einzelnen politischen Farben im Visier haben, jedoch immer das Wohl unserer Gemeinde im Hinterkopf habend. Wichtig ist in dem kommenden Wahlkampf, dass die Diskussionen sich an Fakten und Tatsachen orientieren, auf Augenhöhe und einem entsprechenden Niveau stattfinden.

Die Versuche politischer Zündeleien eines stetigen Leserbriefschreibers scheitern gleichsam am Anzünden des Feuerzeuges, da die Behauptungen jeglicher Grundlage entbehren. Die objektivierbaren Zahlen, Fakten und Dokumente liegen im Rathaus und Landratsamt und sind jederzeit einsehbar.

Diese Fakten-Basis wurde jedoch nie geschaffen, umso unglücklicher ist, dass dadurch unser Großwallstadt ohne Berücksichtigung objektivierbarer Fakten immer wieder negativ in der Presse erscheint. Der Leserbriefschreiber verändert jedoch dadurch nicht die Tatsachen, vielmehr offenbart er der Öffentlichkeit damit bedauernswerterweise nur sein mangendes Bewertungsvermögen objektivierbarer Zahlen, Fakten und Dokumente.

Die Bürger wünschen sich eine konstruktive und zielorientierte Arbeit des Gemeinderates, kein stetiges Streiten, keine politischen Zündeleien. Eine Entscheidung diesbezüglich findet am 15.03.2020 bei der Kommunal- und Bürgermeisterwahl statt, denn der mündige Bürger von Großwallstadt weiß dies zu werten.

Am Ende des Jahres ist es mir ein besonderes Anliegen, mich bei allen Ehrenamtlichen in Sport und Kultur, bei den Mitgliedern des Seniorenbeirates und bei unserer Feuerwehr herzlich für die geleistete Arbeit zu bedanken.

Bedanken möchte ich mich aber auch bei unserer Verwaltung und dem Bürgermeister, die für unsere Bürger immer ein offenes Ohr haben und viele Angelegenheiten schnell und unbürokratisch lösen. Die Kritik der letzten Legislaturperiode wurde professionell aufgenommen und umgesetzt. Die Verwaltung stellt alle wichtigen Schreiben, Dokumente und Pläne online ins Ratsinformationssystem, sodass wir uns alle zuhause gezielt auf die Gemeinderatssitzungen vorbereiten können. Zudem haben die Kolleginnen und Kollegen des Bauausschusses viel zu tun gehabt und waren in zahlreichen Sitzungen und Ortsbegehungen fleißig unterwegs. Für diese Mühe möchte ich mich bei allen Mitgliedern bedanken.

Ein herzliches Dankeschön möchte ich aber insbesondere auch an meinen Fraktionskolleginnen und Kollegen und bei Dir lieber Roland für die letzten 12 Jahre loswerden. Aus anfänglichen Kollegen sind nun Freunde geworden, ein tolles Team, und das noch viele Ideen für unser Großwallstadt hat und gerne weiterhin geschlossen und mit Engagement die Richtung unserer Gemeinde maßgeblich mitentscheiden möchte. Hierfür haben wir uns auf unserer Liste für die Kommunalwahl 2020 mit tollen Kollegen gezielt verstärkt.

Wir haben unsere Wahlziele erreicht oder bereits auf die Zielgerade gebracht, nun hoffen wir und freuen uns auf eine Bestätigung unserer Arbeit durch die Wählerstimme unserer Bürger von Großwallstadt.

Für die Wahl um das Bürgermeisteramt wünschen wir Dir lieber Roland, dass die Wähler Deine Mühe und gewissenhafte Arbeit erkannt haben, dies erneut belohnen und Dich für weitere 6 Jahre erfolgreich für Großwallstadt arbeiten lassen. Wir brauchen jemanden wie Dich, der Großwallstadt lebt, dies 24 Stunden akribisch und beharrlich wie ein Uhrwerk im Kopf hat und bearbeitet, nur so können wir unseren Wein- und Kulturort Großwallstadt und alle Sport- und Freizeitvereine weiterentwickeln und unterstützen.

Dem zukünftigen Gemeinderat wünsche ich ein kollegiales, sorgsames und kluges Handeln und Denken mit viel Erfolg, Engagement und Spaß. Seine Aufgabe wird es sein, das gute Klima und die konstruktive Zusammenarbeit in der neuen Legislaturperiode weiter zu pflegen und gemeinsam Großwallstadt zielgerichtet und konstruktiv für die Zukunft zu gestalten.

Wir Freien Wähler würden uns sehr gerne wieder maßgeblich daran beteiligen, indem wir uns erneut sach- und zielorientiert und parteiunabhängig für das Wohl unserer Gemeinde einsetzen ohne daraus einen eigenen Vorteil zu generieren.

Weihnachten steht vor der Türe. Wir freuen uns auf friedvolle, besinnliche und ruhige Tage mit der Familie mit dem Gedanken an das Wesentliche.

Wir wünschen allen Mitbürgern, allen Kolleginnen und Kollegen im Gemeinderat, der Verwaltung und Dir lieber Roland ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest im Rahmen der Familien und ein frohes, friedliches und gesegnetes Jahr 2020, vor allem Zufriedenheit und Gesundheit. Ohne dies erscheinen doch vermeintlich große Probleme in einem ganz anderen Licht.

Mitbürgern, denen es aus gesundheitlichen oder anderen Gründen nicht so gut geht, wünschen wir baldige Besserung.

Frohe Weihnachten!
Dr. Hardy Wenderoth

Aufstellungsversammlung Kommunalwahl 2020

Die Aufstellungsversammlung der Bewerberliste für die Kommunalwahl am 15. März 2020, findet am Sonntag, den 15. Dezember 2019, um 19.30 Uhr, in der Gaststätte Bayerischer Hof, Nebenraum (Kegelbahn) statt.

Tagesordnung:

1. Begrüßung
2. Feststellung der Beschlussfähigkeit
3. Bildung eines Wahlausschusses
4. Wahl des Bewerbers für die Bürgermeisterwahl und Vorstellung
5. Wahl des Ersatzbewerbers für die Bürgermeisterwahl und Vorstellung
6. Wahl der Bewerber für die Gemeinderatswahl und Vorstellung
7. Wahl der Ersatzkandidaten und Nachrückmodus
8. Bestellung eines Beauftragten für den Wahlvorschlag und seines Stellvertreters
9. Verschiedenes – Wünsche – Anträge – Aussprache