Gesicherte Wasserversorgung kein Wintermärchen

Im aktuellen Amtsblatt des Landratsamtes Miltenberg geht man davon aus, dass die zunächst anvisierten Brunnen V und VIII Ende des Jahres in Betrieb gehen und Brunnen III bis dahin als  Übergangslösung mit erhöhten Förderraten  dient.

Das Wasservorbehaltsgebiet des Freistaates Bayern in unserer Gemarkung  ist für eine Mindestentnahme von mindestens 2.5 Mio m³ geeignet. Es sollen jedoch nur 1.5 Mio m³ entnommen werden. Also alles im “Grünen Bereich”.

Dies hat Landrat Scherf auf unserer Informationsveranstaltung am Sonntag, 12.02. bestätigt. Es darf nie mehr Wassr entnommen werden, als sich nachbildet. An eine Entnahmegenehmigung werden deshalb hohe Anforderungen gestellt.

Bis zur endgültigen Genehmigung durchläuft ein Trinkwasserbrunnen mehrere Genehmigungsphasen. Diese haben wir für Sie zusammengestellt. Die mit grün abgehakten Genehmigungsabschnitte sind durchlaufen.

Die im Amtsblatt beantragte Wasserentnahmemenge wird wohl , da ausreichend, vom Landratsamt auf  335.000 m³ begrenzt  werden.

Ausblick Bürgermeister 2020

Es freut mich sehr, dass die sich die zur Wahl stellenden verschiedenen politischen Gruppierungen an den in meiner Neujahrsansprache und im Ausblick 2020 genannten Inhalten und Zielen orientieren und in ihre Wahlwerbung aufgenommen haben. Die in den Reden genannten  Zieldefinitionen hatte ich zusammen mit der Fraktion der FW zum Wohl unserer Gemeinde ausgearbeitet.

Da “Alle”  jetzt an einem Strang zu ziehen scheinen,.  können wir Großwallstadt gemeinsam weiter nach vorne bringen.

Ausblick 2020

Verehrte Gemeinderatskolleginnen und Kollegen, werte Zuhörer,

nachdem ich in meiner Weihnachtsansprache und Rede beim Neujahrsempfang auf die vorzügliche Arbeit des Gemeinderates in der ablaufenden Wahl- Periode hingewiesen habe möchte ich mich beim Ausblick auf die Themen konzentrieren die uns 2020 und den Folgejahren erwarten.

Beim Neujahrsempfang hat uns der Geschäftsführer der Firma Alcon, Herr Norbert Dörr auf die Wichtigkeit seiner Firma für Großwallstadt und auf die Region hingewiesen. Im Jahr 2019 stiegen die Arbeitsplätze um 200 auf 1.700. Da aber in diesem Jahr die Produktion hochgefahren wird, geplant ist eine 50 % Erhöhung der Produktion in den nächsten Jahren und zwar von 2.000.000 Mio. Linsen am Tag auf 3.000.000, hat dies auch Auswirkungen auf  die für unsere Region wichtigen Arbeitsplätze. Diese sollen nämlich 2.300 werden.

Warum nenne ich das? Unser Wasserverbrauch wird deutlich steigen und die Entsorgung desselbigen muss ebenfalls Schritt halten. Wasser gibt es laut promovierten Experten genug. Dies wurde durch Gutachten und ein von der CSU gewünschtes Gegengutachten bestätigt. Auch von den Genehmigungsbehörden wird darauf geachtet, dass nicht mehr Wasser dem Kreislauf entnommen wird als sich wieder generiert. Es ist also sehr wichtig, die geplanten Brunnen und die dazugehörige Aktivkohlefilteranlage schnellstmöglich in 2020 zu bauen und in Betrieb zu nehmen.  Nur dann können die Steuereinnahmen weiterhin fließen und wir können unseren Bürgerinnen und Bürgern weiterhin  Annehmlichkeiten bieten, die nicht selbstverständlich sind.

Dies ist auch der Übergang zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Aufgrund unserer Steuerkraft können wir uns einen hervorragenden Betreuungsschlüssel bei der Kinderbetreuung zu einem für die Eltern annehmbaren Preis leisten. Bestätigt wird dies durch  die Nutzung der von der Gemeinde zur Verfügung gestellten Einrichtungen. Hier ist bereits ein neues Kinderhaus mit Krippe und Kindergarten geplant um dieses Niveau zu halten. Auch an die Hortbetreuung und die Schule wird gedacht. Hier müssen wir uns mit dem Neubau von zwei Schulturnhallen und dem Umbau des Verwaltungstraktes beschäftigen. Durch diesen erhält die offene Ganztagsschule auch die von der Regierung geforderten zusätzlichen Aufenthaltsräume. Der Hort kann nach Fertigstellung des Kinderhauses  zukünftig Räume in der Betreuungseinrichtung St. Katharina nutzen.

Allein diese drei Projekte erfordern viel Arbeit im Gremium. Da wirkt die Fertigstellung der Aussegnungshalle, die im Frühjahr eingeweiht werden soll, fast wie ein Kinderspiel.

Neben der Ortskernverdichtung durch das neue Kinderhaus wird uns auch ein Dorfplatz rund um unser Vereins- und Kulturhaus, besser bekannt, als „Alte Schule“ beschäftigen. Hier liegt ein Antrag der Freien Wähler vor, dass sich der Ortsentwicklungsausschuss, nachdem die Gemeinde die angrenzenden Grundstücke 56 und 60 erworben hat, mit der Gestaltung befassen soll.

Die Ausweisung von Wohngebieten muss mit Bedacht erfolgen damit die Betreuungseinrichtungen mitwachsen können. Hier gilt für die Verwaltung immer noch das Prinzip, dass bei einer Umlegung die Gemeinde im Besitz der Grundstücke sein sollte.

Auch die Ausweisung von Gewerbegebieten muss zielorientiert erfolgen. Brachliegende Gewebegrundstücke bringen der Gemeinde und der Natur nichts. Hier wird gerade gezielt für einen unserer größten Gewerbesteuerzahler  ein ca. 4.000 m² großes an dessen Betrieb angrenzendes Gelände umgelegt. Zwischen REWE und dem geplanten neuen Weingut hat die Gemeinde ebenfalls ca. 10.000 m² Land für Gewerbefläche aufgekauft. Dies verspricht weitere Einnahmen und sichert auch die freiwilligen Leistungen der Gemeinde im Vereins- Sport- und Kulturwesen.

Nicht weniger wichtig ist unsre Natur. Hier werden wir voraussichtlich in diesem Jahr das erste Wochenendgrundstück in der Nähe des Brunnen IV der Renaturierung zuführen. Es werden weitere Blühwiesen entstehen und der Antrag der Freien Wähler, Bäume pflanzen ein Engagement dass Früchte trägt wird ebenfalls unserer Insekten und Vogelwelt Lebensraum bieten. Auch werde ich mich persönlich für die Brennstoffzellentechnik im Individual und Öffentlichen Personennahverkehr einsetzen.

Der in der ablaufenden Periode aufgrund der hohen Investitionen noch nicht angegangene Grillplatz, wird uns auch wieder beschäftigen.

Hier geht es aber zunächst um die Standortfrage.

Ebenfalls gibt es schon Vorstellungen von privaten Anbietern für seniorengerechtes Wohnen mit Tagespflege/Pflegeheim.

Langfristig gesehen, muss man sich auch über eine Überplanung des Gebiets um das „Alte Feuerwehrhaus“ und unterhalb der Volkshalle Gedanken machen. Im Gebäude des ehemaligen Feuerwehrhauses sind Rettungsfahrzeuge der Wasserwacht untergebracht und im zum Bauhof zählenden Gebäude unterhalb der Volkshalle befinden sich das Salzdepot der Gemeinde und Lagerkapazitäten der Kolping für ihre Alt-Kleidersammlungen.

Deshalb müsste man zuerst über eine Erweiterung des Bauhofs sprechen um im Schritt zwei die anderen Ziele anzugehen.

Lassen Sie es uns also gemeinsam anpacken Großwallstadt in eine sichere Zukunft zu führen. Dies hat schon Mahatma Ghandi erkannt in dem er feststellte, dass die Zukunft davon abhängt was wir heute tun.

Ihr
Roland Eppig 1. Bürgermeister

Neujahrsansprache

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, verehrte Gäste, ich freue mich, heute mit ihnen, das neue Jahr hier in der Volkshalle beginnen zu können. Und darf Sie recht herzlich auch im Namen des Gemeinderates zum diesjährigen Neujahrsempfang in der Volkshalle begrüßen. Es freut mich auch viele neue Gesichter zu sehen, die ihr Interesse an der Veranstaltung bekunden. Die Kommunalwahl steht vor der Tür und ein reger Austausch von Themen kann zu interessanten Gesprächen führen.

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

es gibt viele Wege, auf denen Sie und die Gemeinde ihre für 2020 gesetzten Ziele verwirklichen können.Es wird dafür immer einen Stift geben, um die Zukunft zu schreiben. Aber eines ist sicher. Es wird nie einen Radiergummi geben, um damit die erfolgreiche Arbeit des Gemeinderates in der Vergangenheit auszuradieren.

Es würde den zeitlichen Rahmen sprengen, wenn ich auf alle Projekte eingehen würde, die der Gemeinderat in seinen 84 Sitzungen und 31 Ausschusssitzungen der ablaufenden Wahlperiode verabschiedet hat.

Deshalb werde ich mich auf die Thematik

  • Baugebiete und Vereinbarkeit mit Natur und Umwelt
  • Medizinische Versorgung
  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • Sicherung der Wasser und Abwasserversorgung
  • Ausbau des Gewerbestandortes

beschränken.

Um die Abwanderung junger Familien zu verhindern, wurden in den letzten Jahren kleine Baugebiete ausgewiesen. Hier galt für den Gemeinderat, Innerortsverdichtung wie am Friedhof, „Hinter der „Alten Schule und aktuell der neue Kindergarten, haben Vorrang vor neuen Baugebieten  wie „Am Wellenhäuschen“ und das gerade für neun Häuser entstehende Gebiet „Am Frohnhallenweg“. Auch die Ausweisung von Gewerbeflächen erfolgte mit Bedacht. Hier erfolgte eine Verdichtung zwischen Feuerwehrhaus und der Firma Burgi. Die Neuausweisung von Gewerbeflächen „Am Südkreisel“ erfolgte wohl überlegt. Diese bezog sich gezielt auf die Verbesserung der Nahversorgung mit einem Vollsortimenter und Drogerie. Auch die Verbesserung der medizinischen Versorgung spielte dabei eine große Rolle. Dies zeigt Ihnen, einen sinnvollen und schonenden Umgang mit der Ressource Fläche. Möglich ist dies, da der Gemeinderat nur noch Flächen umlegt welche sich im Besitz der Gemeinde befinden sollten und sofort bebaut werden. Dadurch entsteht der geringste Eingriff in die Natur.

Umwelt ist uns wichtig. Deshalb hat der Gemeinderat zum Schutz der Tierwelt und des Waldes eine geplante Mountainbikestrecke durch den Wald abgelehnt. Die Gemeinde hat zusätzlich einen Baumlehrpfad der Jagdgenossen, Baumpflanzaktionen von Vereinen und Pflanzungen von Bäumen des Jahres unterstützt. Hierfür wurden Grundstücke für Pflanzaktionen zur Verfügung gestellt.

Des Weiteren wurden gemeindliche Blühflächen eingerichtet. Dies sollte die Bevölkerung für eigene Blühwiesen motivieren. Für diesen Zweck wurde kostenlos Samen ausgegeben. Um heimische Obstsorten vor dem Aussterben zu bewahren hat der Gemeinderat ein Programm aufgelegt. “Pflanze einen Baum – ein Engagement das Früchte trägt”. Dies soll zusätzlich Lebensraum und Nahrung für Insekten und Vögel zu schaffen. Wer  innerorts auf seinem Grundstück Obst-Bäume pflanzt bekommt diese von der Gemeinde geschenkt.

Aufgrund des diesjährigen heißen Sommers und dem Befall der Bäume mit dem Borkenkäfer haben wir darauf verzichtet, den genehmigten Holzeinschlag auszureizen. Der Einschlag wurde auf angegriffene Bäume beschränkt.

Aber Umweltschutz besteht nicht nur Baumpflanzung. Alle gemeindeeigenen Dächer, die für Solaranlagen geeignet sind, wurden vermietet. Defekte Heizungsanlagen der gemeindlichen Gebäude wurden mit direkt auf die Gebäude zugeschnittenen, umwelt-freundlichen Anlagen getauscht. Die im Schwimmbad auf dem Dach montierte Absorberanlage spart ca. 30.000 Liter Heizöl im Jahr. Auch die Warmwasserversorgung der Schwimmbadduschen erfolgt umwelt-freundlich  mittels Kollektoren auf dem Dach.

Im Ort wurden aus mehreren Gründen Blumenkübel gestellt. Erstens, um mögliches falsches Parken an engen Stellen zu verhindern. Zweitens, was wichtiger für die Umwelt ist und dem genauen Beobachter nicht entgeht, Insekten einen Rückzugsort und Nahrung zu bieten. Damit leistet die Gemeinde auch einen Beitrag was die Initiatoren des Volksbegehrens „Rettet die Bienen“ erreichen wollten. Drittens dienen sie zur Auflockerung des Ortsbildes. Eine bloße Forderung, mehr Bäume statt Blumenkübel, kann deshalb Innerorts nicht ganz nachvollzogen werden. Aufgrund unter der Straße verlaufender Leitungen ist es nicht überall möglich Bäume in die Straße zu pflanzen.

Anhand dieser Beispiele können Sie, meine sehr verehrten Damen und Herren sehen, dass vernünftiger Umweltschutz bei uns groß geschrieben wird. Den aktuellen Hype, welcher derzeit bundesweit wegen Umweltschutz betrieben wird, ist nicht einfach zu verstehen.

Während wir eine saubere Umwelt in Deutschland von der Politik und Industrie einfordern, wird es billigend in Kauf genommen, dass in Südamerika, China und Afrika die Umwelt zerstört wird. Und dies nur, um die Rohstoffe für Handys und Batterien kostengünstig zu gewinnen.

Die beim Abbau entstehenden, negativen Folgen für die Gesundheit der Bevölkerung und die dortige Zerstörung der Natur findet bei “Wenigen” Beachtung.

Dies halte ich für falsch und kann so auch nicht toleriert werden. Denn wir haben nur eine Welt und Umweltschutz ist global zu betrachten. Zu einer sauberen Umwelt kann jeder beitragen und sie fängt bei jedem einzelnen an.

Dies betrifft auch die „Fridays for Future Generation“. Man kann zum Beispiel auf das Eltern Taxi in die Schule verzichten. Hier bietet sich alternativ, wenn sich die Schule im Ort befindet, laufen oder das Fahrrad an. In die Nachbarorte wäre es dann, auch wenn es etwas länger dauert, Bus oder Bahn. Nicht immer das neueste Handy besitzen zu müssen ist ebenfalls ein aktiver Beitrag zum Umweltschutz.

Grosswallstadt hat sich aber nicht nur umweltmäßig weiterentwickelt. Auch in der medizinischen Versorgungskurve haben wir uns weiter nach oben bewegt. Derzeit ist unsere Gemeinde mit Allgemeinmedizin, Orthopädie, Augenheilkunde, Unfallchirurgie und bald mit der im Bau befindlichen Radiologie sehr gut aufgestellt. Das Angebot wird durch zwei Physiotherapiepraxen, zwei Sanitätshäusern, Ergotherapie, einer Hebammenstation und einer Apotheke abgerundet. Dies bedeutet kurze Wege für unsere Bürger. Für die am 31.12. geschlossene Zahnarztpraxis wird aber noch eine Nachfolge gesucht, Räumlichkeiten wären im Gebäude der Radiologie vorhanden.

Nicht weniger wichtig ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Für unseren Gemeinderat und die Verwaltung ein besonders wichtiges Thema. Diese muss für die Betroffenen bezahlbar sein. Aus genanntem Grund haben wir 2018 einen Kindergartenplatz mit 3.171 € und einen  Schüler an unserer Mittelschule mit 2.606 € gefördert. Die genauen Zahlen für 2019 liegen noch nicht vor.

Hier gilt  unsere Gemeinde im Landkreis als Vorbild. Ein sehr guter Betreuungsschlüssel und großzügig gestaltete neue Gebäude wie Krippe, Hort und Mensa zeugen davon, dass es dem Gemeinderat bei diesem Thema ernst ist.

Die bezahlbaren Plätze, welche in den letzten Jahren durch die Neubauten geschaffen wurden, stoßen aktuell, aufgrund der regen Nutzung durch die Eltern an ihre Grenzen. Deshalb wurde der Neubau eines Kinderhauses für ca. 3,5 Mio. € beschlossen. Durch den in München durchgesetzten Zuschuss von 100 € für Krippen- und Kindergartenplätze entstehen für Eltern in Großwallstadt, bei Buchung eines Achtstunden-Platzes monatliche Kosten von nur 13 €. Betreuung ist aber auch in der Schule wichtig. Deshalb stehen für die Jugendsozialarbeit an unserer Schule zwei Mitarbeiter zur Verfügung. Abgerundet wird dieses Angebot durch die offene Ganztagsschule. Diese Einrichtung nutzen am Nachmittag fast 160 Kinder freiwillig. Auch die freie Jugendarbeit, für Kinder die sich nicht vereinsmäßig binden wollen, ist abgedeckt. Diese läuft über unsere Jugendbeauftragten. Federführend ist hier unsere Rätin Irene Störger, die sich um die Betreuung der Kinder, durch Berufspraktikanten kümmert. Um unseren Schulstandort weiter zu sichern und eine optimale Betreuung unserer Kinder zu gewährleisten, steht ein Umbau des Verwaltungstraktes und der Neubau von zwei Schulturnhallen im Wert von 4,5 Mio. € an.

Diese Kür, gemeint ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Kindergärten, Schulen und Jugendbetreuung, bedeuten für die Gemeinde einen hohen finanziellen Aufwand. Gleiches gilt für die Sportförderung in die 2019,  38.526,23 € als Barmittel in unsere Vereine flossen. Nicht darin enthalten, ist der Unterhalt der Sportstätten mit der Freistellung der Jugendlichen von den Hallenmieten. Lebensqualität bietet auch unser Schwimmbad. Der Unterhalt des Bades mit hohem Defizit ist auch Kür des täglichen Gemeindelebens.

Leisten können wir uns diese,  für viele selbstverständliche Dinge, nur durch unsere innovativen Unternehmer. Diesen bieten wir ein sehr gutes Umfeld durch Bereitstellung wie  Internet, Wasser- und Abwasserversorgung. Nur so konnten wir uns, durch die aufgebaute Infrastruktur, gemeinsam zu einem bedeutenden Industriestandort im Kreis Miltenberg entwickeln. Die aktuellste Zahl des Bayerischen Landesamts für Statistik aus dem Jahr 2018, zu sozialversicherungs-pflichtigen Arbeitsplätzen in Großwallstadt, ergab 3360. Diese  dürfte sich zwischenzeitlich, aufgrund vieler Neuansiedlungen wie Baywa, Raffaelo Rossi und der regen Bautätigkeit bei Alcon, weiter  erhöht haben.

Vom Boom der Arbeitsplätze und Industrie zeugen auch unsere 18.000 statistisch erfassten Übernachtungszahlen. Wir zahlen zwar hohe Mitgliedsbeiträge in den Tourismus-verbänden Churfranken, Spessart- Mainland und dem Geo-Naturpark-Odenwald, die Übernachtungs-zahlen sind jedoch unserem Gewerbe geschuldet. Ohne unser Gewerbe, für das wir auch immer wieder zum Wohl der Gemeinde investieren müssen, könnten wir uns kein Schwimmbad, die erwähnte Kinderbetreuung, die hohen  Vereinsförderungen oder viele andere selbstverständliche Annehmlichkeiten leisten. Hierzu zählt auch die digitale Schule, die in 2020 umgesetzt werden soll.

Nachdem wir kurz in die Vergangenheit geblickt haben, wird es Sie  bestimmt auch interessieren, welche Aufgaben den Gemeinderat außer der Planung des erwähnten Kinderhauses und Umbau der Schule 2020 beschäftigen werden.

Das erste Projekt welches abgeschlossen wird, ist die Sanierung und Vergrößerung der Aussegnungshalle. Hier sind die Bauarbeiten in vollem Gang und sollen im Frühjahr beendet sein. Die General- Sanierung war überfällig, da in das Gebäude an mehreren Stellen Wasser eingedrungen ist. Die sanitären Anlagen im Alter von 50 Jahren waren stark renovierungsbedürftig und das Gebäude war nur über Treppen zu erreichen. Deshalb hat sich der Gemeinderat entschlossen, eine Sanierung durchzuführen. Die Aussegnungshalle wird jetzt barrierefrei, erhält in einem vorhandenen Raum eine weitere Kühlzelle und was wichtig ist, ausreichend Wetterschutz für Angehörige und Trauergästen bei Bestattungen. Die Aufwendungen hierfür stehen kostenmäßig im gleichen Verhältnis wie beim Neubau des Leichenhauses im Jahr 1969. Man darf halt D-Mark 50 Jahre später nicht mit Euro vergleichen. Man hat ja damals auch weniger verdient.

Die größte Herausforderung steht jedoch mit der Sicherung der eigenständigen Wasserversorgung unserer Gemeinde an. Nur zur Erinnerung. Unser  Brunnen III, ging 1986 mit einer genehmigten Förderrate von 220.000 m³ in Betrieb. Für diese Entnahmemenge wurde erst zehn Jahre später, also 1996 ein Wasserschutzgebiet ausgewiesen. In diesem befanden sich damals schon zahlreiche Gefahrenpotentiale, auf welche die Genehmigungsbehörden hingewiesen haben und eine Lösung gefordert haben. Im Jahr 2002, also nur acht Jahre später, wurde die Fördermenge auf 450.000 m³ erhöht. Das Schutzgebiet wurde jedoch nie angepasst und das Problem mit den Gefahrenquellen nie gelöst. Deshalb war es folgerichtig, dass 2005 die Planung des Brunnen IV erfolgte. Nach Inbetriebnahme des Brunnen IV mit einer Förderrate von 732.000 m³ im Jahr 2013, wurde von den Genehmigungs-behörden das Wasserschutzgebiet des Brunnen III aufgehoben und der Brunnen musste vom Trinkwassernetz genommen werden. Hier noch die kleine Anmerkung, dass man aufgrund der Änderung der Gesetzeslage und der Rechtsauffassung für eine Ersatzwasserversorgung ebenfalls ein Wasserschutzgebiet braucht. Zurück zur Fördermenge. Bis zum Jahr 2022 werden wir eine Fördermenge von ca. 1.500.000 m³ benötigen. Dies ist nur mit mehreren Brunnen möglich. Diese sind zurzeit in Planung bzw. Umsetzung. Die Brunnen befinden sich ausnahmslos im 1980 festgelegten Wasservorbehaltsgebiet des Freistaates Bayern. Dieses wurde eingerichtet um die Versorgung der Gemeinden der Gemeinden des Landkreises Miltenberg zu sichern. Richtig gehört: Aller Gemeinden des Landkreises. Ausnahme ist jedoch, wenn wir das Wasser selbst benötigen. Darüber sollten sich „Jene“, die gerne andere Informationen streuen, mal Gedanken machen. Verzögert hat sich die Inbetriebnahme dieser Brunnen aufgrund eines Umweltschadens. Dieser stammt wie heute bekannt, aus der ausgeräumten Deponie Pitztal. Nach zahlreichen Untersuchungen und dem ursprünglichen Wunsch des Landratsamtes, dass unsere Gemeinde das Wasser aus Aschaffenburg beziehen soll, hat sich die Sachlage geändert. Groß-wallstadt bleibt in der Wasserversorgung unabhängig. Ein großer Erfolg für den Gemeinderat. Möglich macht dies eine Aktivkohlefilteranlage. Die Erlaubnis wurde uns beim Wassergipfel am 11.12. im Landratsamt zugesagt. Somit können wir unseren Bürgern weiterhin einen in der Region unschlagbaren Preis für in Wasser und Abwasser bieten und bleiben was das Wichtigste ist, ein unabhängiger Versorger.

Eine solche Wohltat für das Portemonnaie unser Bürger, gemeint sind günstige Verbraucherpreise, ist nur möglich, da viel Wasser durch unsere Anlagen fließen. Die Investitionskosten werden gemäß Verbrauch über die Gebühren erhoben und sind somit gerecht aufgeteilt. Da wir große Endverbraucher haben, wirkt sich diese Verteilung positiv auf den normalen Haushalt aus. Es gilt nämlich ein Einheitspreis. Man hört zwar im Flurfunk immer wieder Unkenrufe, dass wir zu viel Wasser verbrauchen würden und dies nicht nachhaltig ist. Dies kann man so nicht bestätigen.  Aus einem Brunnen darf nie mehr Wasser entnommen werden, als natürlich nachfließt. Aus diesem Grund wird die Entnahme von übergeordneten Behörden überwacht und genehmigt.  Des Weiteren ist zu beachten, dass das Wasser, wie es sich vielleicht „Viele“ vorstellen, nicht aus einem unterirdischen See entnommen wird. Das Wasser fließt unter Grosswallstadt durch. Wasser, das nicht entnommen wird,  wäre also auch nicht zu einem späteren Zeitpunkt nicht verfügbar.

Gerade weil unsere Gemeinde viel Wasser benötigt, wird bei uns Grundwasserschutz groß geschrieben. Rund um den Brunnen IV hat die Gemeinde Grundstücke mit Wochenendhäusern aufgekauft. Diese Flächen inklusive der Gebäude, werden mit Absprache der Natur-Schutzbehörden der Renaturierung zugeführt. Wie allgemein aus der Presse bekannt, wurden wegen Verstößen gegen die Schutzverordnung des Freistaates, schon Anzeigen gefertigt und erfolgreich Prozesse geführt.

Brunnen III wurde nachhaltig als Brauchwasserbrunnen gerettet. Durch ihn erhält das Gewerbe Kühl- und das Schwimmbad Badewasser. Das Wasser wird ebenfalls zur Bewässerung unserer Bäume und Blumenkübel im Ortsbereich verwendet. Für die Bevölkerung wurde, um nachhaltig Trinkwasser zu sparen, eine Brauchwasser-Entnahmestelle eingerichtet. Kosten ca. 15.000 €. Ein Grund war das Argument, das Wasser aus den Seen wäre zur Bewässerung der Weinberge nicht geeignet. Genutzt wurde diese Investition im heißen Sommer 2019 leider nicht. Auch die Sportanlagen werden mit Brauchwasser bewässert. Man sieht also, Trinkwasserschutz und Schonung der Ressourcen wird vom Gemeinderat groß geschrieben. Deshalb beachtet die Gemeinde auch strikt die seit 1980 auf unserer Gemarkung eingeführte Schutzverordnung des Wasservorbehalts-Gebietes. Des Weiteren, wurde zusammen mit dem Landratsamt, für Brunnen IV ein Wasserschutzgebiet ausgewiesen.

Auch wenn die Sicherung der Wasserversorgung noch einige Millionen verschlingen wird, sind wir sicher, dass wir den unschlagbar günstigen Preis für Wasser und Abwasser in der Region Miltenberg, Stadt und Kreis Aschaffenburg sowie Bayernweit halten können.

Trotz dieser Investitionen wird die Gemeinde, die Aufnahme von Krediten vermeiden können und die solide seit 2013 schuldenfreie Finanzpolitik weiterführen. Um dies zu leisten, ist es aber nötig, unseren Industriestandort zu unterstützen, zu sichern und auszubauen. Denn Arbeitsplätze bedeuten nicht nur Kaufkraft für den Einzel- und Großhandel in Großwallstadt und der Region. Vielmehr generiert die Gemeinde damit Gewerbesteuereinnahmen und kann damit den Bürgern die bereits erwähnten Annehmlichkeiten bieten.

Aber dazu wird Ihnen gleich, Herr Norbert Dörr,  Geschäfts-führer der Firma Alcon,   einiges aufführen.

Lassen Sie mich am „Ende“ meiner Ausführungen noch allen „ehren-amtlich und hauptamtlich Tätigen“ in den Vereinen, Verbänden, Kirchen und Organisationen, des Seniorenbeirats und des Senioren-Kreises für ihre Arbeit zum Wohl ihrer Mitmenschen danken. Ohne Ehrenamt wäre das Ortsgeschehen nicht intakt. Auch gäbe es nicht das vielfältige Freizeitangebot.

Während wir hier, zusammen den Beginn des „Neuen Jahres“ begehen, sollten unsere Gedanken auch bei den Menschen sein, die aus beruflichen Gründen nicht anwesend sein können. Dies sind Mitarbeiter in Krankenhäusern und Pflegediensten, bei unserer Polizei und der Feuerwehr. Der Feuerwehr darf ich hier für ihre in 2019 geleistete Arbeit noch einmal ausdrücklich danken. Denken wir aber auch an die Menschen, welche 2019 oder im schon begonnenen Jahr einen Schicksalsschlag durch Tod eines geliebten Menschen, durch Krankheit  bzw. Verlust des Arbeitsplatzes erlitten haben oder wegen Ihrer Rasse politisch verfolgt und  aus ihrer Heimat vertrieben wurden. Lasst uns auf diese Menschen zugehen und Verständnis zeigen.

Erheben wir nun das Glas auf eine erfolgreiche Zukunft.
Wie eingangs erwähnt, liegt der Stift schon bereit diese zu zeichnen.
Lassen Sie es uns gemeinsam anpacken.
Möge uns und unseren Familien ein gutes Jahr 2020 bevorstehen.
Dazu wünsche ich Ihnen Gesundheit, Glück, Erfolg, Gottes Segen und die nötige Zuversicht.

Ihr
Roland Eppig, 1. Bürgermeister

Jahresabschlussrede Roland Eppig, 1. Bürgermeister

„Werte Leser, Mitbürgerinnen und Bürger, werte Germeidneratskollegen und Kolleginnen,

es weihnachtet;

Überall in unserer schönen Gemeinde macht sich die Vorfreude und festliche Stimmung, wie man an der Weihnachtsbeleuchtung in den Straßen und den Weihnachtsbäumen vor dem Rathaus und Heimatmuseum erkennen kann, breit.

Harmonische Stunden im Kreis unserer Lieben, viel Zeit zum Erholen und Genießen stehen an. Dies wünsche ich uns allen  von Herzen für die bevorstehenden Feiertage.

Weihnachten ist für viele Menschen in dieser Welt das wichtigste und wohl schönste Fest des Jahres. Es gibt uns Gelegenheit, auch einmal über unseren alltäglichen Horizont hinauszublicken und macht auf  Dinge aufmerksam, die wirklich wichtig sind.

So lässt sich zum Beispiel Gesundheit nicht kaufen, in Geschenkpapier wickeln und unter den Christbaum legen. Gleiches gilt für das Glück welches man nicht erwerben kann. Dennoch sind Gesundheit, Zufriedenheit und ein Leben in Frieden Geschenke, für die wir nicht dankbar genug sein können.

Die Zeit zwischen den Jahren gibt uns die Möglichkeit sich auf ein paar Tage der Entspannung zu freuen. Es sind Tage der Besinnung, welche die Möglichkeit bieten,  um für sich selbst rückblickend das alte Jahr zu bewerten und einen Ausblick auf das neue Jahr zu wagen.

Da die Wahlperiode 2014 bis 2020, genau wie das Jahr 2019 endet und der Gemeinderat sich das letzte Mal in dieser Zusammensetzung zu einer Weihnachtssitzung trifft, halte ich einen kurzen Rückblich über das von uns auf den Weg gebrachte.

Drei Gemeinderatsmitglieder treten nicht zur Wiederwahl und keiner weiß, welches Ergebnis für uns die Wahlen im März bringen. Es ist also die beste Zeit ein Resümee unserer Arbeit zu zeigen.

Bis einschließlich heute traf sich der Gemeinderat zu 84 Gemeinderats- und 31 Ausschusssitzungen. Von den Ausschusssitzungen entfielen auf den Bauausschuss 22 zuzüglich zwei Sondersitzungen für den Bau des neuen anstehenden Kindergartens.

Ein Lob an unsere Räte und Rätinnen, die hier permanent ihre Freizeit in den Dienst der Allgemeinheit, also unserer Gemeinde gestellt haben.

Man sieht also sehr viel ehrenamtliches Engagement und Zeitaufwand welche Räte und Rätinnen an den Tag legen. Dieser Einsatz, damit unsere Gemeinde gut funktioniert wird aber oftmals von Personen, die nicht den Mut haben, Verantwortung zu übernehmen, in ausreichendem Maß gewürdigt.

Wenn ich auf alle Projekte, die hier im Rat behandelt wurden eingehen würde, täte dies die Zeit sprengen. Deshalb werde ich mich auf folgende Punkte konzentrieren.

  • Baugebiete – Natur und Umwelt
  • Medizinische Versorgung
  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • Sicherung der Wasser und Abwasserversorgung
  • Ausbau des Gewerbestandortes

Großwallstadt wächst, jedoch nur flächenmäßig. In den letzten vier Jahren gab es in unserer Gemeinde 294 Bauanträge. Um den Flächenverbrauch sinnvoll einzuschränken hat der Gemeinderat der Verwaltung die Vorgabe gegeben, Ortskernverdichtung, wie am Friedhof und hinter der „Alten Schule“, haben Vorrang vor Ausweisung neuer Baugebiete. Diese werden wiederum auch nur ausgewiesen,  wenn alle Flächen im Besitz der Gemeinde sind. Dies ist nachhaltig für spätere Generationen, da es noch viele Bauplätze im Ortskern und im Gewerbegebiet gibt, die jahrzehntelang brach liegen. So beugt der Gemeinderat Flächenspekulationen vor. Natur und unser Trinkwasser sind wichtig. Um diese zu schützen hat die Gemeinde zur Renaturierung viele Grundstücke rund um unsere Trinkwasserbrunnen aufgekauft, zusätzliche Blühwiesen eingesät und in Aktionen mit Vereinen viele Obstbäume setzen lassen. Dies wurde getan um Tieren und Insekten auf Gemeindegrund einen für sie nutzbaren Lebensraum zu schaffen.

Um dies noch mehr zu fördern, gemeint ist, natürliche Räume zu schaffen, konnten sich interessierte Einwohner auf dem Bauhof kostenlos Samen für eigene Blühwiesen abholen. Dass es uns auch ernst mit unserer Natur ist, zeigt der heute zu behandelnde Antrag, „Pflanz einen Baum, ein Engagement das Früchte trägt“. In diesem werden Bürger unterstützt welche auf ihren Grundstücken im Ortskern einheimische Obstbäume pflanzen. Aktionen die Bäume auf Gemeindegrund vorsehen sind zwar zu begrüßen, richtig nachhaltig wird es aber erst, wenn man Privatgrund zur Verfügung stellt. Dies gilt auch für Spekulationsgrundstücke.

Auch in der medizinischen Versorgung gab es in unserer Gemeinde eine Erfolgskurve nach oben. Ob es um Allgemeinmedizin, Orthopädie, Augenheilkunde, Unfallchirurgie und die im Bau befindliche Radiologie geht, es bedeutet für unsere Bürgerinnen und Bürger kurze Wege. Das medizinische  Angebot wird durch zwei Physiotherapien, zwei Sanitätshäusern und eine Apotheke abgerundet. Dies ist gegenüber anderen, gleich großen Gemeinden eine Topversorgung auch wenn für unseren Zahnarzt, der zum 31.12. seine Praxis schließt, noch kein Nachfolger gefunden werden konnte.

Junge Ärzte gehen zurzeit, vermutlich wegen geregelterer Arbeitszeiten, lieber in die Forschung. Wir bleiben hier aber am Ball und versuchen diese Lücke zu schließen.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ein besonders wichtiges Thema. Zum einen muss diese bezahlbar sein, zum anderen braucht man Gebäude, die mit Leben gefüllt werden können. Die Ganztagesbetreuung sollte eigentlich mit dem Bau der Mensa, des neuen Hort, und der Krippe auf Jahre gesichert sein. Die Kapazitäten welche durch die Neubauten geschaffen wurden, stoßen aber durch den regen Gebrauch durch die Eltern, was zu begrüßen ist, viel früher als geplant, schon wieder an ihre  Grenzen.  Deshalb ist ein weiterer Neubau für Kinderbetreuung in Planung.

Für die Jugendsozialarbeit an Schulen gibt es zwei Stellen. Für die freie Jugend-arbeit stehen Räume in der „Alten Schule“ zur Verfügung. Hier kümmert sich die Jugendbeauftragte der CSU, unsere Irene Störger, das die Zeiten mit Kräften, welche Praktika in entsprechenden Berufen leisten müssen, abgedeckt sind.

In diesem Atemzug sind ebenfalls noch die Neuordnung der Förderrichtlinien für Jugend und Vereine und die kostenlose Nutzung von Sportstätten durch die Vereinsjugend zu nennen. Also alles in allem ein sehr gutes Umfeld welches unseren Bürgern geboten wird.

Die größte Herkulesaufgabe wurde jedoch mit der Sicherung der Wasserversorgung gestemmt. Brunnen III ging 1986 mit einer genehmigten Förderrate von 220.000 m³ in Betrieb. Für diese Entnahmemenge wurde 1996 ein Wasserschutzgebiet ausgewiesen. In diesem befanden sich damals schon zahlreiche Gefahrenpotentiale. Im Jahr 2002 wurde die Fördermenge auf 450.000 m³ erhöht. Ein entsprechendes Schutzgebiet wurde jedoch nie ausgewiesen, was aufgrund des nun noch flächenmäßig noch höheren Gefahrenpotentials auch nicht möglich gewesen wäre. So war es zwangsläufig, dass der Brunnen nach Inbetriebnahme des Brunnen IV mit einer Förderrate von 732.000 m³ im Jahr 2013, sein Wasserschutzgebiet vom Landratsamt aufgehoben bekam. Zwischenzeitlich  wird man bis zum Jahr 2022 eine Fördermenge von ca. 1.500.000 m³ benötigen. Dies ist nur mit mehreren Brunnen möglich, die in Planung bzw. Umsetzung sind. Verzögert hat sich die Inbetriebnahme dieser Brunnen aufgrund eines Umweltschadens der, wie heute bekannt ist, von unsren zwei alten Mülldeponien stammt. Nach zahlreichen Untersuchungen und dem Wunsch des Landratsamtes das Wasser aus Aschaffenburg zu beziehen. Was nicht gewollt war, kam es nun am 11.12.2019 endgültig zum Durchbruch. Grosswallstadt bleibt bei der Wasserversorgung unabhängig. Die vom Gemeinderat beantragte Aktivkohleanlage, eine natürliche Wasserreinigung, wird genehmigt, so dass jetzt mit der Umsetzung der Bauten begonnen werden kann.

Letztes Thema welches ich anschneiden möchte ist der Ausbau unseres Gewebestandortes. Hier haben wir schon 2008 den ersten Grundstein mit dem Ausbau des DSL-Netzes gelegt. Wir haben bis heute eine Infrastruktur und ein Umfeld für Handel, Gewerbe und Planungsbüros geschaffen, das zur Ansiedelung zahlreicher neuer Firmen geführt hat. Die Nachfrage ist immer noch hoch, freie Grundstücke jedoch Mangelware. Die Neuansiedlungen führten zu hohen stabilen Gewerbesteuereinnahmen, da sich diese nun auf mehrere Schultern verteilt und nicht nur an einzelnen Betrieben hängenbleibt. Durch die Zahlungen dieser Firmen können wir unseren Bürgern Annehmlichkeiten wie Schwimmbad, hohe Sportförderungen, günstige Betreuungsplätze für Kinder und niedrige Steuersätze bieten. Auch die weiterhin jetzt sicherstehende Unabhängigkeit unserer Wasserversorgung und ein Großabnehmer für Wasser und Abwasser spielen für den Bürger eine bedeutende Rolle. Jeder Bürger merkt dies jeden Monat in seiner Geldbörse. Wir haben in Bayern derzeit wohl unschlagbaren Wasser- und Abwassergebühren.

Informationen, dass wir zu viel Wasser benötigen treten immer wieder auf. Eines steht jedoch fest. Das Wasser, welches nicht entnommen wird, fließt an Großwallstadt vorbei. Genauer gesagt unter dem Main durch. Es darf auch nicht mehr Wasser entnommen werden als nachfließt. Dies würde die Nachhaltigkeit stören. Positiv betrachtet fließt das Wasser, welches wir jetzt entnehmen nicht unter dem Main sondern im Main an uns vorbei. Denn unsere Kläranlage steht in Elsenfeld und das Wasser gelangt von dort gereinigt in den Main. Gerade an heißen Tagen ist dies wichtig für Fische, Schifffahrt und dem Grün am Rand des Mains.

Sicherlich auch ein Denkanstoß für Kritiker.

Das Weihnachtsfest und den Jahreswechsel möchte ich aber auch zum Anlass nehmen, um all denen zu danken, die daran mitgearbeitet haben, Grosswallstadt lebens- und vor allem liebenswert zu gestalten.

Hier gilt mein Dank besonders den Bürgerinnen und Bürgern, die sich auf caritativem, sportlichem und kulturellem Gebiet in Kirchen, Vereinen, Verbänden, Institutionen und Initiativen beruflich oder ehrenamtlich engagiert haben.

Des Weiteren darf ich mich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Rathaus und dem Bauhof recht herzlich für die gute Zusammenarbeit bedanken.

Dies gilt natürlich auch für die konstruktive Zusammenarbeit im Gemeinderat.

Auch wenn  Personen den Eindruck erwecken wollen, dass die Gemeinde wieder vereint werden müsste, kann ich dies nicht erkennen. Das soziale Miteinander und die Zusammenarbeit der Vereine und Verbände sind ein Pluspunkt von Großwallstadt.  Dies war die Grundlage für die sehr positive Entwicklung unserer Gemeinde in den letzten Jahren.

Auch allen Einwohnern, darf ich für ihr Mitdenken, Mitwirken, Mitarbeiten und den zahlreichen Anregungen danken. Dies zeigt die Lebendigkeit unsres Ortes. Über das herausragende Engagement derer, die sich eingebracht haben, habe ich mich besonders gefreut.

Vor uns liegt nun ein weiteres Jahr mit vielen Hoffnungen, Wünschen und guten Vorsätzen. Wir alle schätzen den Frieden und die Mitmenschlichkeit. Diese Werte haben Bestand und bleiben immer eine Richtschnur für unsere gemeinsame Zukunft.

Ich wünsche Ihnen von Herzen erholsame und besinnliche Weihnachten, einen guten Jahreswechsel und ein friedliches, erfolgreiches neues Jahr, vor allem Gesundheit und Gottes Segen.

Ihr

Roland Eppig
1. Bürgermeister