Grußwort

Roland EppigLiebe(r) Internetsurfer(in),

ich freue mich über Ihr Interesse an den Freien Wählern Großwallstadt und begrüße Sie recht herzlich auf unserer Homepage.

Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen die Möglichkeit geben, unseren Ortsverband näher kennen zu lernen und Ihnen unsere Arbeit vorstellen.
Im Namen der Freien Wähler Großwallstadt bedanke ich mich bei Ihnen, dass Sie sich die Zeit genommen haben, unsere Seiten anzuklicken und damit Interesse an unserem Ortsgeschehen bekunden.

Roland Eppig
(Vorsitzender)

Diskussionen um marode Kanäle – AMME widerspricht CSU-Aussage

In der Gemeinderatssitzung am Dienstag, 24.07.2018, hielt der Abwasserverband AMME (Abwasserverband Main/Mömling/Elsava) durch Verbandsingenieur Harald Weiß und Kanalmeister Stefan Bergmann einen Vortrag über den Zustand der Kanal-Anlagen in Großwallstadt.

Was hatte die Diskussion ausgelöst?
Ein am 07. Mai im Main Echo erschienener Zeitungsartikel über die Jahreshauptversammlung der CSU enthielt folgende Passage:
Adrian hofft, dass die bereits gestellten Anträge und Nachfragen der CSU-Fraktion im Gemeinderat bezüglich der dringend anstehenden Kanalsanierung endlich auf fruchtbaren Boden fallen und Großwallstadt die längst überfälligen Sanierungen der Abwasserkanäle in Angriff nimmt. „Bürgermeister Eppig muss nun handeln bevor die maroden Kanäle zusammenbrechen. Es gibt jetzt keinen Grund mehr die Arbeiten noch weiter aufzuschieben.

Diese Aussage basierte vermutlich auf das öffentliche Protokoll der Gemeinderatssitzung vom 07.11.2006. Dieses war in Sitzungen schon des öfteren angesprochen worden.

Darin heißt es:

Auszug aus dem Protokoll

Auf Anfrage erklärte Dipl. Ing. Fried, dass die Gesamtkosten der Sanierung ohne Straßenbelag ca. 5 Mio. € betragen. Bürgermeister Köhler stellte fest, dass die Sanierung natürlich schrittweise erfolgt, je nach Haushaltslage über die nächsten 5- 10 Jahre verteilt. Vom Verbandsingenieur und der Verwaltung wurde über den möglichen Zeitplan folgender Vorschlag unterbreitet:

Investitionen der nächsten 5 – 10 Jahre

2007:

50.000 € für punktuelle Reparaturen

2007/2008.

Regenüberlaufbecken nördlich Düker  (Höhe „Am hohen Ufer“) 1 Mio. Verband  (HH 2007 400.000 Rest 2008) geringer Teil Gemeinde (50.000 €). Anschluss möglicher  neuer Baugebiete erst später, dann entsprechend auch erst Kosten. Im Moment reicht Auslauf für jetzige nördliche Bebauung.

2008:  

Auflösung altes Überlaufbecken, von Nibelungenstraße 7 bis Ecke Schloßstraße (Austausch von DN 600 auf DN 1000,  150.000 €  Verbindung Gabelung Linden- /Niedernberger Straße bis Friedenstraße zur Verbesserung der Rückstauprobleme Sportplatzstraße / Schulstraße usw.  (Abwässer laufen im Moment über Schulstraße ab),  10.000 €.

2009/2010:

Weichgasse bis Mainstraße, alter Kanal in  Schmalzgasse bleibt erhalten, gegebenenfalls Inlinersanierung Kanal der über  Hauptstraße, Ankergasse zur Mainstraße führt, wird bis Kreuzung Adler/Ochsen auf DN 900 vergrößert, (250.000 €). Schlauchliner des alten Kanals in der Weichgasse und  Schmalzgasse (185.000 €).

2010/2011: 

Ausbau Haggraben Teilung des Abwassers Burgunderstraße, damit kein Austausch im engen Gässchen (frühere Einbahnstraße)
erfolgen muss, (60.000 €).

2012-2017:

750.000 € + Austausch Schloßstraße, Friedhof  u. Friedenstraße (Leitung zu klein  dimensioniert).

2011: 

700.000 €

2017        

750.000 €  Nächste  Kamerabefahrung erforderlich nach EÜV 2014/2015 (frühestens) Letzte Befahrung war 2004/2005.

Eine Entscheidung über den Vorschlag wurde nicht getroffen.

Ende des Auszugs

Bilder:

Schäden Kanal – Kamerabefahrung 2004

Obwohl der Kanal funktionsfähig ist gilt diese Haltung (von Kanaldeckel zu Kanaldeckel)  durch die einragenden Hausanschlussstutzen als stark sanierungsbedürftig. Kann man aber durch punktuelle Reparatur lösen.

Bild:

Kamerabefahrung März 2018, bevor die Diskussion um angeblich maroden Kanäle losgetreten wurde.

Bild der Kamerabefahrung zeigt in einem in den Kanal einragendem Hausanschlussstutzen eine Ratte. Anhand solcher Bilder wird auch die Bekämpfung der Nagetiere im Netz organisiert. Kanaldeckel mit gelben Punkt deuten auf Auslegung von Ködern im Kanal.

Ende Beispielbilder der Jahre 2004 und 2018.

Kanalinstandhaltung und Wasserversorgung sind elementare Aufgaben einer Verwaltung. In den vergangenen Jahren wurden auch sehr viele Kanäle ausgetauscht und repariert. Dies konnte jeder anhand der Baustellen bzw. -gruben Weichgasse, Hauptstrasse, Obernburger Strasse und dem Bereich Am Schießhaus/Kehlpfad erkennen. Der Kanal Schmalzgasse wurde im Inlineverfahren (ohne Aufbruch der Strasse) saniert. Die Sanierung des Regenüberlaufbecken nördlicher Düker wurde ebenfalls angegangen. Diese Instandsetzung fiel auf Vorschlag der AMME jedoch viel kostengünstiger als vom Ingenieurbüro vorgeschlagen aus. Es wurde bei Sanierungen nur dort Hand angelegt, wo es auch wirklich nötig war.

Der große Rundumschlag, wie im damaligen Gutachten vorgeschlagen, erfolgte aus folgendem Grund nicht:

Unser Kanalnetz wurde hydraulikmässig überrechnet. Vor Beendigung dieser Maßnahme sollte auf Anraten des AMME keine weitere Sanierung erfolgen.

Dies wurde dem Gemeinderat auch mitgeteilt. Entsprechendes Schreiben des AMME vom 22.03.2016 wurde in einer Powerpointpräsentation gezeigt.

Zitat: Mit einer Sanierungsentscheidung sollte man deshalb erst warten, bis das Ergebnis der hydraulischen Berechnung (Anmerkung der Redaktion: Kann der Kanal das anfallende Wasser aufnehmen) vorliegt.

Des Weiteren war im Schreiben des Zweckverbandes vom März 2016 folgendes vermerkt. Nach Angaben des für die AMME tätigen Ingenieurbüro IB-Kommunalplan wurden zwar Mängel festgestellt, ein sofortiger Handlungsbedarf ist jedoch nicht erforderlich.

Verbandsingenieur Harald Weiß stellte dies bildlich wie folgt dar: Eine Delle in einer Autotür macht diese nicht unbrauchbar, es sieht nur nicht schön aus.

Zwischenruf!

Zum Glück hielt sich die Verwaltung mit Unterstützung der Freien Wähler-Fraktion an den Vorschlag des AMME. Denn jetzt wissen wir:  Das Abwarten hat sich gelohnt und den Gemeindesäckel um mehrere Millionen Euro entlastet.

Wie ist das gemeint?

Hätte man die vorgeschlagenen Maßnahmen aus dem Gutachten umgesetzt wäre viel Geld verbrannt worden. In dem Gutachten war man von zahlreichen, zu klein dimensionierten Kanälen ausgegangen. Deren Hydraulik (Wasserdurchflussmöglichkeit) sei angeblich nicht ausreichend gewesen.

Die neue Netzüberrechnung ergab das Gegenteil. Hätte man dem damaligen Gutachten gefolgt  wären also funktionsfähige Kanäle getauscht worden. Des Weiteren wären unnötigerweise viele Strassen durch Baumassnahmen aufgerissen worden. Die Kosten dafür wären anteilmässig auf die Anrainer  umgelegt worden. Stichwort Strassenausbeibeiträge.

Also hat das umsichtige Handeln auch den privaten Geldbeutel vieler Bürger, nämlich  der Anrainer solcher Strassen geschont.

Über Strassenausbaubeiträge muss man sich seit 1.1.2018 aber keine Gedanken mehr machen.

Diese gibt es ja jetzt auf Initiative der Freien Wähler nicht mehr. Auch unser Ortsverband hatte für das Volksbegehren zur Abschaffung dieser Ungerechtigkeit (Alle nutzen die Strasse und nicht nur die Anwohner) Unterschriften gesammelt.

Ende Zwischenruf

Der Inhalt des AMME-Schreibens bezüglich Neuberechnung wurde mehrmals im Gemeinderat erwähnt und erklärt. Auf jeden Fall immer, wenn es Nachfragen der CSU-Fraktion zum Kanal gab.

Offensichtlich war dies  den CSU-Gemeinderäten nicht genug.  Diese wollten über ihren Ortsvorsitzenden unseren Kanal offensichtlich zum Wahlkampfthema machen.

In dem am 07. Mai erschienen Artikel über ihre Jahreshauptversammlung im Main Echo wurde umgangssprachlich „ein Fass aufgemacht“. Man  verunsicherte mit der Aussage über marode Kanäle die Bürger.

In der Haushaltsrede widersprach Bürgermeister Eppig der Aussage der CSU im Main Echo. Des Weiteren fragte er  in der Gemeinderatssitzung am 12. Mai die Fraktionssprecherin der CSU wo die marodenKanäle liegen sollen. Die Frage konnte nicht beantwortet werden. Nachzulesen im Bericht des Main Echo am 22. Mai 2018.

Dies veranlasste, die für die Aussage der „maroden Kanäle“ Verantwortlichen, aufs Rathaus zu gehen und Einblick in das damalige Gutachten zu nehmen.

Von der Verwaltung wurde den Einsichtnehmenden angeboten, die bei der Durchsicht notierten bzw. aufgeschriebenen Mängel und Einstufungen durch den AMME erklären zu lassen. Dies sollte Missverständnisse bei der Auslegung der Schadenseinstufungen vermeiden. Denn wenn in einer Kanalhaltung (Strecke zwischen zwei Kanaldeckeln bzw. -Zugängen) ein Mangel festgestellt wird, ist nicht gleich der ganze Kanal in dieser Strasse schadhaft. Leider wurde das Angebot nicht wahr genommen.

Vielmehr wurde in der Gemeinderatssitzung  am 12.06. eine Erklärung vorgelesen. Diese sollte belegen, dass die Kanäle doch marode sind.

Um diese Frage zu klären, wurde der Abwasserverband bezüglich eines Vortrages zum Kanalzustand eingeladen. Dieser erfolgte im Gemeinderat am 24.07.2018.

Um hier keine eigene Meinung zu interpretieren, wird auf den Artikel im Main Echo vom 27. Juli 2018 verwiesen. Der folgende Artikel ist der Main Echo   Online Ausgabe vom Donnerstg, 26.07.2018 entnommen.

Kanäle nun doch nicht marode

Das Ka­nal­netz der Ge­mein­de Großwall­stadt ist nicht ma­ro­de. Das ha­ben zahl­rei­che Zu­hö­rer am Di­ens­tag in der Ge­mein­de­rat­sit­zung er­fah­ren. Ge­schäfts­füh­rer Ha­rald Weiß und Sach­be­reichs­lei­ter für Um­welt, Ste­fan Berg­mann vom Ab­was­ser­zweck­ver­band Main-Möm­ling-El­sa­va (Am­me) re­fe­rier­ten über den Ka­nal­be­stand in der Ge­mein­de.

Die beiden Fachleute mussten in der Sitzung kritische Fragen beantworten. Grund der Diskussionen waren angeblich marode und zusammenbrechende Kanäle im Ortsnetz. Die CSU-Fraktion hatte der Niederschrift der Gemeinderatsitzung vom 15. Mai nicht zugestimmt. Grund war, dass Fraktionssprecherin Stefanie Gehrmann kritisiert hatte, dass ihre Frage nach maroden Kanälen von Bürgermeister Roland Eppig (FW) nicht richtig wiedergegeben wurde.

CSU: Sanierung längst überfällig

Die CSU-Fraktion hatte per Pressemitteilung aus ihrer Versammlung im Mai mitgeteilt, dass die dringend anstehende und längst überfällige Kanalsanierung endlich umgesetzt werden müsse. Die Aussagen in der Pressemitteilung basierten auf einem Gutachten eines Ingenieurbüros, das im November 2006 im Gemeinderat besprochen wurde.

Die CSU forderte deshalb, die Gemeinde müsse endlich handeln, bevor die maroden Kanäle in der Schlesierstraße, Sudetenstraße, Weichgasse, Turmstraße, Siegfriedstraße, Hagenstraße, Nibelungenstraße und Brunhildstraße zusammenbrechen. Darauf hatte die Verwaltung die Experten vom Amme zu einem Vortrag in den Gemeinderat eingeladen.

Laut Harald Weiß hat der Zweckverband das damalige Gutachten des Ingenieurbüros kritisch hinterfragt. Das Ingenieurbüro hatte bereits 2004 eine Sanierungsempfehlung gegeben. Unterschiedliche Büros hätten nicht immer miteinander korrespondiert und Daten ausgetauscht, so der Geschäftsführer.

Harald Weiß betonte, dass einige Kanäle zwar schadhaft seien, aber nach heutigem Stand nicht ausgetauscht werden müssten, sondern repariert werden könnten. Man wolle keine kosmetischen Schäden aufzeigen, sondern die Betriebssicherheit gewährleisten. Die Kanalberechnung war in diesem Jahr fertiggestellt worden.

Eine Straße bereite ihm doch etwas Bauchweh, betonte Stefan Bergmann. Die Nibelungenstraße weise auf zehn bis 20 Metern Risse auf und sei als Sofortschaden eingestuft. Deshalb werde man sich den Kanal in den nächsten Wochen anschauen. Bürgermeister Roland Eppig (FW) betonte, dass im Haushalt 800 000 Euro für Kanalbaumaßnahmen eingestellt seien.

Geschäftsführer Harald Weiß schlug vor, künftig jedes Jahr in Abstimmung mit der Gemeinde fünf Prozent des Kanalnetzes mit einer Kamera zu befahren, um mögliche Schäden festzustellen. Ein Ingenieurbüro soll die Ergebnisse dann auswerten. Mit dieser Instandhaltungsstrategie könne man sukzessiv das gesamte Straßennetz der Gemeinde überprüfen. Mit dem Vorschlag zeigte sich das Gremium einverstanden.

Bericht MARTIN ROOS, Main Echo

Fazit:
Für die Verantwortlichen der FW steht fest:
– Alles richtig gemacht in den letztenJahren.
– Millionen gespart.
– Reparaturen können jetzt nach der Neuberechnung ruhig angegangen werden.
Entscheiden Sie jetzt selbst, ob bei einer Kanallänge von über 23 Kilometern eine schadhafte Stelle auf 20 Metern Länge reicht, das Ortskanalnetz als marode zu bezeichnen.
Es wird nun geprüft, ob diese schadhafte Stelle mit der Inlinermethode (Strasse muss nicht aufgerissen werden) repariert werden kann. Kosten liegen dann zwischen 200 und 300 €  je laufender Meter.
Roland Eppig, 1. Bürgermeister

Haushaltsrede des Fraktionssprechers Dr. Hardy Wenderoth am Dienstag, 15.05.2018.

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

liebe Zuhörerinnen und Zuhörer,

wie auch in den letzten Jahren können wir heute einen soliden und durchdachten Haushalt verabschieden, welcher unsere geplanten und für unsere Gemeinde wichtigen Punkte beinhaltet. Gleich zu Beginn möchte ich betonen, dass es die Gemeinde immer wieder schafft, trotz hohen Invests in den letzten Jahren, schuldenfrei zu bleiben. Dies kann nur durch ein sorgfältiges Abwägen eines ziel- und sinngemäßen Verwendens der Steuergelder gelingen.

Wir haben investiert in die Infrastruktur, in unsere Brunnen- und Trinkwassererschließung, den Wasser- und Abwasserbereich, die Erweiterung des Feuerwehrhauses zum Brand- und Technischen Schutz unserer Bevölkerung und werden 2018 im Rahmen unseres gelebten Seniorenkonzepts eine Aussegnungshalle mit senioren- und behindertengerechtem Zugang bauen. Wir reagieren auf den demographischen Wandel und rufen Mittel und Gelder zur Unterstützung unserer Senioren ab. Dies sind nur einige Beispiele, die zeigen, dass der Haushaltsplan durchdacht, wirtschaftlich solide und sozial äußerst bewandert aufgestellt ist.

Der Gemeinderat, die Gemeindeverwaltung und unser Bürgermeister Roland Eppig haben sowohl im bautechnischen als auch im sozialen Bereich die optimale Versorgung unserer Bürger im Fokus.

Wir haben die zentralen Themen erkannt, aufgegriffen und sinnvoll eingeplant. Ich möchte mich bei unserem Kämmerer Andreas Knecht, bei allen Mitarbeitern der Verwaltung, beim Bürgermeister, allen Fraktionen und insbesondere den im Finanzausschusses tätigen Kolleginnen und Kollegen für die konstruktive Zusammenarbeit recht herzlich bedanken und hoffe, dass wir auch im nächsten Jahr wieder einen solch positiven Haushalt verabschieden können.

Da es für den heutigen Haushalt bereits einen einstimmigen Empfehlungsbeschluss des Finanzausschusses gibt und die Steuergelder erneut zielorientiert eingesetzt wurden, stimmt die Fraktion der Freien Wähler dem Haushaltsplan und der Haushaltssatzung 2018 uneingeschränkt zu.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.

Ihr

Dr. Hardy Wenderoth

Für die Fraktion der Freien Wähler

Haushaltsrede des Bürgermeisters vom Dienstag, 15.05.2018.

Sehr geehrte Ratskolleginnen und Ratskollegen, sehr verehrte Zuhörer,

Schwer bedeutet nicht unmöglich! Es bedeutet nur, dass man sich anstrengen muss.

Dies haben Gemeinderat und Verwaltung auch im Jahr 2018 bei der Erstellung des Haushaltes gedacht. Er ist in seinen Einnahmen vorsichtig kalkuliert und bietet deshalb auch Luft für unvorhergesehene Zwischenfälle.

Was ist damit gemeint? Ganz einfach! Die Einnahmenseite wurde wissentlich für mögliche Investitionen nicht voll ausgereizt. Deshalb war eine Anfang Mai in die Verwaltung eingehende Gewerbesteuerrückzahlung von über 300.000 € zwar schmerzlich aber dennoch verkraftbar.

Für den heutigen Haushalt gibt es einen einstimmigen Empfehlungsbeschluss des Finanzausschusses. Dieser hat die Zahlen des diesjährigen Haushalts in zwei Sitzungen am Dienstag, 27. Februar und Dienstag, 17. April vorbesprochen und genehmigt. Die von den Fraktionen vorgebrachten Wünsche sind in das heute abzustimmende Zahlenwerk eingeflossen.

Der Haushalt ist wie in den letzten Jahren von hohen Investitionen in unserer Infrastruktur geprägt. Diese kommen vor allem unserem Gewerbe und somit der ganzen Region zu Gute. Nicht umsonst sind wir als 4.000 Seelen zählender Ort, trotz günstigster Hebesätze und Steuern für Gewerbe und Bürger,  auf die Einwohner heruntergebrochen die steuerkräftigste Gemeinde im Kreis. Zudem werden durch unsere innovativen Unternehmen der Region noch ca. 2.800  sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse geboten welche diese dann wirtschaftlich stärkt.

Bei den Investitionen in die Infrastruktur ist es wie mit denen in Wissen und Bildung. Es bringt für später die besten Zinsen.

Umso unverständlicher erscheint mir dann die Pressemitteilung des CSU Ortsverbandes vom Montag, 07. Mai im Main Echo. In dieser wurden zu hohe Ausgaben, ohne diese zu konkretisieren, kritisiert  obwohl man den Haushaltsentwurf einstimmig im Ausschuss mitgetragen hat. Ebenfalls passierte der letztjährige Haushalt ohne Gegenstimmen das Gremium.

Die Hauptinvestitionen liegen 2018 auch wieder im Wasser- und Abwasserbereich. Die Investitionen in Brunnen für Trinkwassererschließung  liegen bei rund 1 Mio. €. Diese sollen einer weiterhin unabhängigen Wasserversorgung dienen. Die direkte Abwasserleitung aus dem Gewerbegebiet zur Kläranlage ist mit 2.000.000 Mio. € veranschlagt. Hinzu kommen die Auf- und Abnahmegebäude der Leitung mit ca. 600.000 €. Eine Menge Geld, aber die günstigere Variante als im Ort die Straßen aufzureißen und dort liegende funktionsfähige Kanäle auf zu dimensionieren. Entgegen der schon erwähnten Pressemitteilung der CSU, Zitat: „Eppig muss nun handeln bevor die maroden Kanäle zusammenbrechen“, sind unsere Kanäle in gutem Zustand. Dies hat der für unser Abwasser zuständige Zweckverband bestätigt. Hier erreicht unser Netz, unter den im Verband zusammengeschossenen Gemeinden,  einen Spitzenplatz in Zustand und Qualität. In einem Schreiben des Zweckverbandes vom März 2016 wurde nach Angaben des für die AMME tätigen Ingenieurbüro IB-Kommunalplan zwar Mängel festgestellt, ein sofortiger Handlungsbedarf ist jedoch nicht erforderlich.

Damit man sich dies bildlich vorstellen kann, wurde uns von den Verantwortlichen des AMME ein Beispiel mit einem Kraftfahrzeug genannt. Eine Delle in einer Autotür macht dieses nicht unbrauchbar, sieht nur nicht schön aus.

Im gleichen Schreiben wird mitgeteilt, dass zurzeit das Kanalnetz durch das IB Unger hydraulisch überrechnet wird. Zitat: Mit einer Sanierungsentscheidung sollte man deshalb erst warten, bis das Ergebnis der hydraulischen Berechnung vorliegt. Diese Berechnung wurde vom Gemeinderat damals in Auftrag gegeben und liegt seit dem 07. Mai 2018 jetzt der Verwaltung vor. Jede vorherige Maßnahme am Netz wäre ein Verbrennen von Steuermitteln gewesen.

Jeder Gemeinderat weiß außerdem oder sollte es zumindest wissen, das außerhalb des Haushaltes 800.000 € auf einem Sonderkonto Kanal liegen. Diese könnten für Reparaturen und Sanierungsmaßnahmen sofort genutzt werden. Das Geld darf auch nur dafür ausgegeben werden. Weshalb sollten wir also eine Sanierung nicht angehen?

Für die Instandhaltung unserer Ortsstraßen sind Zahlungen in Höhe von 1 Mio. € vorgesehen. Diese ist für den Straßenbau in der Quellenstraße, Obernburger Straße, Kreuzung Mainstraße/Obere Fährgasse und „Am Wellenhäuschen“ vorgesehen um die größten zu nennen.

Für die Erweiterung und Umbau des Feuerwehrhauses schlagen heuer noch einmal ca. 900.000 € zu Buche. Hier sind wir vor allem stolz darauf, dass die Bausumme von 2.375.000 Mio. €, aktueller Stand, eingehalten werden konnte. Dies ist eine sehr gute Leistung der Verantwortlichen. Immerhin ist gegenüber der ersten Planung ein weiterer Stellplatz gebaut und die Fahrzeughalle ist in der Tiefe vergrößert worden. Am Wochenende konnten wir das Gebäude und das neue Wechselladerfahrzeug im Wert von 215.000 € offiziell seiner Bestimmung übergeben.

Einzig der alte Übungshof, der nach den Planungen nicht erneuert werden sollte, da funktionsfähig, wurde im Urzustand belassen. Bei einer Erneuerung wären die geplanten Baukosten überschritten worden. Danke hier den Gemeinderäten die diese Entscheidung mitgetragen haben. Will man sich doch nicht mit Vorwürfen zu hoher Ausgaben auseinandersetzen, welche Befürworter einer Erneuerung gerade  der Verwaltung  vorgeworfen haben.

Sie sehen also meine sehr verehrten Kolleginnen und Kollegen, alle bisher genannten Investitionen dienen dem Erhalt und der Verbesserung unserer  Infrastruktur und dem Brandschutz der Bevölkerung. Ich wüsste nicht, wo man hier hätte sparen sollen.

Auch bei der jetzt genannten Investition gehen wir mit Augenmaß vor. Es handelt sich um die Erweiterung der im Jahr 1969 errichteten Aussegnungshalle. Diese wurde vor drei Jahren beschlossen. An die Umsetzung gehen wir erst jetzt, da eine solche Investition auch in die Haushaltslage passen muss.

Sie ist sinnvoll und vor allem wichtig. Durch den Umbau wird das Gebäude Senioren- bzw. behindertengerecht ausgestattet. Des Weiteren wird die zweite Leichenkammer mit einer Kühlung ausgerüstet. Eine Vergrößerung der Aussegnungshalle besitzt auch aus folgenden Gründen Priorität. Immer mehr Menschen gehören keiner Konfession an. Deshalb findet die Bestattungs-Zeremonie auf dem Friedhof statt. Diese Möglichkeit nutzt die evangelische Kirche schon Jahrelang da sie kein Gotteshaus in Großwallstadt besitzt. Ein weiterer Aspekt ist der Wetterschutz vor Sonne und Regen. Die Abschaffung dieses Missstandes wird schon seit Jahren aus den  Reihen der Bevölkerung an uns herangetragen. Die Vergrößerung der Aussegnungshalle dient vor allem diesem Zweck. Deshalb kann ich persönlich nicht nachvollziehen, dass es Äußerungen gegeben hat, die Leute sollen sich dicker also witterungsabhängig anziehen.

Die in den Ring geworfenen zu hohen Kosten für die Erweiterung sind nach meiner Auffassung ebenfalls nur populistischer Art. Die Aussegnungshalle kostete beim Bau 1969 laut Kostenschätzung 69.000 DM. Hinzu kam noch die Sargkühlungsanlage mit Kosten von ca. 4.000 DM, also insgesamt 73.000 DM. Dies ergibt beim damaligen statistischen monatlichen Durchschnittsverdienst von 360 DM ein Verhältnis von 202,7 Monaten bzw. knapp 17 Jahre. Die heutige Erweiterung mit behindertengerechtem Umbau wird auf 527.981 € geschätzt. Hinzu kommt die technische Gebäudeausrüstung in Höhe von geschätzten 59.619 €, was eine Gesamtsumme von 587.600 € ergibt. Auf den heutigen statistischen Durchschnittsverdienst von 2.950 € gerechnet ergibt sich ein Monatsverhältnis von 199,1 also von 16 ½ Jahren. Die jetzige Baumaßnahme steht also im gleichen Kostenverhältnis des damaligen Ur-Baus. Nur eines ist anders. Wir haben heute eine viel bessere Einnahmesituation als damals.

Ein ebenfalls sehr wichtiger Aspekt der nicht außer Acht gelassen werden darf ist der Umstand, dass viele Menschen ein höheres Alter erreichen. Diese können dann während einer Trauerfeier nicht mehr so lange stehen und sitzen oftmals lieber. Dies sollten vor allem jüngere Kritiker bedenken. Vielleicht erreicht man auch einmal ein Alter in dem man dann anders denkt.

Sie sehen also meine sehr verehrten Kolleginnen und Kollegen, anhand der geschilderten Projekte wissen wir, dass eine Menge Arbeit auf uns wartet.

Für die sehr gute Zusammenarbeit bei Vorbereitung und Zusammenstellung des Haushaltes möchte ich mich vor allem bei unserem Kämmerer Andreas Knecht bedanken. Den Fraktionen danke ich für die konstruktive Mitarbeit und Vorschläge ihrer Mitglieder im Finanzausschuss. Dies gilt sowohl bei der Beratung und dem daraus resultierenden Empfehlungsbeschluss.

Werte Kolleginnen und Kollegen, unser Erfolg für Großwallstadt zeichnet sich vor allem durch harte Arbeit aus. Wir tun dies mit viel Begeisterung und haben wie weise Menschen Geduld und geben den Dingen die Zeit die sie dafür brauchen.

Beachten wir dies können wir dazu beitragen, dass Großwallstadt weiterhin eine Spitzenposition unter den Kommunen im Landkreis, von Unterfranken bzw. Bayern einnimmt.

Was dazu leider nicht passt, sind die nicht belegbaren Vorwürfe bzw. Kommentare im Vorfeld der Haushaltssitzung wegen zu hoher Ausgaben.

Dies verunsichert nur die Bevölkerung und wirft einen Schatten auf die hervorragende Arbeit des Gemeinderates.

Immerhin stellen wir seit 2013 gerade den 6.ten Haushalt in Folge ohne geplante Neuverschuldung aus. Jeder kommunalpolitisch Interessierte weiß, dass bisher nur in sinnvolle Projekte investiert wurde. Dazu zählen unter anderem die Kanal- und Wasserversorgung, Krippe und Hort, der Breitbandausbau, unser sehr gut angenommenes Vereins- Jugend und Kulturhaus sowie eine Hausarztpraxis etc., also alles notwendige und wichtige Dinge für unsere Bürger.

Für die Zukunft wünsche ich uns allen viel Erfolg und vor allem Spaß an unsrer Arbeit zum Wohle Großwallstadts.

Ihr

Roland Eppig 1. Bürgermeister

Volksbegehren zur Abschaffung der Straßenausbeibeiträge = Strabs (Straßenausbaubeitragssatzungen)

Wo kann ich mich als Unterstützer in Listen eintragen?
Zum Beispiel:
Im Rathaus oder beim Vorsitzenden der FW Großwallstadt.
Im Rathaus ist e
ine Eintragung zum Volksbegehren
im Zimmer 6, Einwohnermeldeamt,  möglich.

Im Jahr 2008 sind die Freien Wähler Großwallstadt angegetreten eine Verbesserung bei der Belastung der Bürger durch Straßenausbaubeiträge in Großwallstadt zu erreichen. Das Ziel damals:

Straßensanierung nach dem Konnexitätsprinzip bringt Vorteile für die Grundstückseigentümer.

Text im Prospekt damals:
Bisher sind die Kosten für die Straßengestaltung prozentual gesetzlich festgeschrieben.Die Freien Wähler meinen, dass man künftig nach dem Konnexitätsprinzip abrechnen müsste. Konkret bedeutet dies, dass derjenige, der mehr bestellt dies auch bezahlt. Den Grundstückseigentümern würde nach dem FW-Vorschlag nur der Standard berechnet werden.
Ende Text.

Jetzt sind gerade einmmal 11 Jahre vergangen und es besteht die Möglichkeit die Straßenausbaubeiträge ganz abzuschaffen. Dies liegt in Ihrer Hand, also in der Hand des Wählers.

Was sind Straßenausbaubeiträge?

Die Kommunen in Bayern sind nach geltender Rechtssprechung mittlerweile dazu verpflichtet eine sogenanne Straßenausbaubeitragssatzung (Strabs) zu erlassen und Beiträge von ihren Bürgern zu erheben. Für die Erneuerung und Verbesserung von Ortsstraßen und beschränkt öffentlichen Wegen müssen die bayerischen Gemeinden daher Beiträge von den Anliegern der betreffenden Straßen erheben. Leider sind viele Kommunen aufgrund ihrer angespannten finanziellen Situation und fehlender Unterstützung durch Bund und Land auf die Beitragserhebung angewiesen. Je nachdem, an welche Art von Straße(n) ein Grundstück angrenzt, müssen die Anlieger in Bayern damit meist vier bis fünfstellige Beiträge für die Sanierung zahlen.

Interessant:

In der Landeshauptstadt München werden seit dem 01.01.2015 keine Straßenausbaubeiträge mehr erhoben. Die entsprechende Satzung wurde Anfang 2015 per Stadtratsbeschluss aufgehoben. Begründet wurde die Aufhebung unter anderem mit der höheren Grundsteuer sowie dem Aufwand für die Beitragserhebung der mit dem Ertrag in keinem Verhältnis stünde. Darüber hinaus wird ausgeführt, dass die Bürgerinnen und Bürger bereits bei der Erschließung erheblich zur Finanzierung der Straßen beigetragen haben und zur Instandhaltung Verbesserung und Sanierung der Straßen nicht erneut herangezogen werden sollten.

Gut zu wissen:

In den Bundesländern Berlin und in Hamburg werden ebenfalls keine Beitgräge erhoben und auch im Bundesland Baden Württemberg gibt es kein Straßenausbaubeitragsgesetz. Darüber hinaus verzichten unter anderem größere Städte oftmals auf die Beitragserhebung, da gerade in den Städten der Verwaltungsaufwand oftmals höher ist als der Ertrag.

Warum sollen laut unserer Auffassung die Straßenausbeibeiträge abgeschafft werden?

  • Diese sind existenzbedrohend für viele Anlieger.
  • Sie sind ungerecht, da die Straßen die Allgemeinheit nutzt, also nicht nur der Anlieger UND weil die betroffenen Bürger/innen in finanzschwachen  Kommunen häufig mit höheren Sätzen zur Kasse gebeten werden als die Anlieger in finanzstarken Städten und Gemeinden.
  • Die Erhebung ein ungeliebter Zwang für Kommunen („sollen = müssen“! Verstoß gegen die angebliche „kommunale Selbstverwaltung“!) ist.
  • Die Beiträge sehr streitanfällig (hunderte Gerichtsverfahren und Widersprüche gegen Beitragsbescheide anhängig) sind.
  • Diese schädlich für den Frieden in den Kommen sind.
  • Ein Bürokratiemonster (Beispiel München: Verwaltungsaufwand höher als die Einnahmen!) ist.

Da es unserer Auffassung weder ein „Weiter-so“ noch eine „Kann-Regelung“ zielführend ist, gibt es nur eine Entscheidung:

Straßenausbaubeiträge abschaffen – Bürger entlasten!

Die CSU hat jetzt richtigerweise eingelenkt und sich dazu bekannt, die Ausbaubeiträge abschaffen zu wollen.

Keiner weiß jedoch WANN und vor allem wie die GEGENFINANZIERUNG aussieht.

Um einer schnellen Abschaffung  Druck zu verleihen und der Staatsregierung zu zeigen, dass es der Wille der Bevölkerung ist, wird das Volksbegehren weitergeführt.

Wir bitten Sie deshalb unser Anliegen zu unterstützen.

Sprechen Sie uns an, wo Sie unterschreiben können. Wir werden ihnen helfen. Einige grundlegende Fragen können wir ihnen aber schon hier beantworten.

Ist das Volksbegehren nach den Ankündigungen der Regierungspartei, der  CSU, noch notwendig:

  • Ja. In der Vergangenheit hat die Staatsregierung zur Umsetzung von wichtigen Reformen (Neunjähriges Gymnasium-G 9, Abschaffung der Studiengebühren, ….) immer eine Anschubhilfe benötigt, um zu einer eigenen Entscheidung zu finden. Wir wollen die vielen betroffenen Bürger, die bayerischen Kommunen und die Verbände nicht zu lange mit Ankündigungen durch die Staatsregierung vertrösten lassen.
  • Mit einem Volksbegehren kann man die Gesetzgebung zudem konstruktiv mitgestalten. Diese Mitgestaltung wollen wir auch im Sinne der direkten politischen Mitbestimmung durch die Bayerischen Bürger nutzen.

Muss ich zum Eintragen in die Unterschriftenliste auf meine Gemeinde? Wo kann ich mich eintragen?

  • Im ersten Schritt der Volksgesetzgebung, dem Zulassungsantrag für ein Volksbegehren, können Sie sich auf einer frei verfügbaren Unterschriftenliste (Originalliste wegen Formvorschriften) eintragen.
  • Sie müssen nicht auf die Gemeinde gehen. Sie können zu Hause oder bei ihren Freien Wählern vor Ort oder einem der Bündnispartner auf einer Unterschriftenliste unterschreiben.
  • Die Unterschriftenlisten können Sie darüber hinaus auch über uns anfordern oder auf der Homepage der Freien Wähler Bayern herunterladen.

Wie lange werden Unterschriften gesammelt? Gibt es eine zeitliche Begrenzung?

  • Die Unterschriftensammlung für den Zulassungsantrag ist zeitlich nicht befristet und erst beendet wenn 25.000 gültige Unterschriften und ein ausreichender Sicherheitspuffer mit den abgegebenen Unterschriften vorliegt. Wir wollen die dafür notwendige Zahl an Unterschriften im März, falls erreicht, einreichen.
  • Danach wird der Antrag auf Zulassung des Volksbegehrens beim Bayerischen Innenministerium zur Prüfung eingereicht.
  • Ziel ist, trotz der zeitlichen Flexibilität bei der Unterschriftensammlung, die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge im Jahr 2018 bzw. möglichst zeitnah zu erreichen.

Wer darf unterschreiben und was muss ich bei der Unterschriftensammlung beachten?

  • Jeder Unterzeichner muss stimmberechtigt, also
    – Deutscher im Sinne des Artikels 116 Absatz 1 des Grundgesetzes sein.
    – das 18. Lebensjahr vollendet haben.
    – seit mindestens drei Monaten in Bayern seinen Hauptwohnsitz haben.
    – nicht vom Stimmrecht ausgeschlossen sein.
  • Jeder Stimmberechtigte kann nur einmal unterschreiben (Deshalb Sicherheitspuffer).
  • Stimmberechtigte können nur persönlich unterschreiben.
  • Liste nicht mit Bleistift ausfüllen.
  • Listen müssen im Original vorliegen, da diese später beim Innenministerium eingereicht werden. Eine Übersendung als Fax oder Email ist daher nicht möglich.
  • Die Unterschriftenlitse muss bei der zuständigen Gemeinde/Verwaltungsgemeinschaft zur Bestätigung vorgelegt werden. Grund: Hier wird überprüft ob der Unterzeichner(in) wahlberechtigt ist.
  • Ebenfalls ist auf die Lesbarkeit beim Ausfüllen zu achten (Vornamen müssen komplett ausgeschrieben werden, keine Kosenamen verwenden, komplette Anschrift, vollständiges Geburtsdatum, Datum der Unterschrift und der vollständige Gemeindename).

Wer unterstützt das Volksbegehren noch?

  • Haus und Grund Bayern e. V.
  • Eigenheimverband Bayern e. V.
  • Verband Wohneigentum Bayern e. V.
  • Verband Deutscher Grundstückseigentümer e. V.
  • Allgemeiner Verein für gerechte Kommunalabgaben in Deutschland e. V.
  • Allianz gegen Straßenausbaubeiträge
  • Verein STOP für Straßenausbeibeiträge e. V.

Helfen auch Sie mit, das Ziel der Abschaffung der Straßenausbaubeiträge zu erreichen.

 Denn gemeinsam sind wir stark.

 

 

Ihre Freien Wähler, Gemeinderatsfraktion und Roland Eppig 1. Bürgermeister

 

 

 

Rede des Bürgermeisters Roland Eppig anlässlich des Neujahrsempfangs am 07.01.2018

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, verehrte Gäste, ich darf Sie recht herzlich auch im Namen des Gemeinderates zum diesjährigen Neujahrsempfang unserer Gemeinde in der Volkshalle begrüßen.

Es freut uns, gemeint sind hier Gemeinderat und Verwaltung, dass Sie auch in diesem Jahr wieder so zahlreich der Einladung gefolgt sind.

Dies zeigt ihre Verbundenheit mit Großwallstadt und vor allem das Interesse am Wohlergehen und der Fortentwicklung unserer Gemeinde.

Für die Teilnahme spricht aber sicherlich auch noch der  gesellschaftliche Aspekt. Zu Beginn eines Jahres sich mit “Anderen“ auszutauschen, über mögliche eigene Ziele zu sprechen und gemeinsam auf ein erfolgreiches Jahr anzustoßen ist bestimmt interessant.  Oftmals gibt es aber auch noch das „Eine oder Andere“ gesellschaftliche und historische, wie man an der Ausstellung ersehen kann, zu erfahren.

Ich begrüße Sie daher, meine sehr verehrten Damen und Herren alle recht herzlich, ob als Mitglieder des Rates, als Vertreter der Verwaltung, der Vereine, den Verbänden, und Institutionen, den Kirchen, den Glaubensgemeinschaften, Hilfsorganisationen oder der politischen Parteien bzw. Vertreter der Wirtschaft, Industrie, Handel, Handwerk und Gewerbe oder als interessierte(r) Bürger/in, die Sie den Weg hierher gefunden haben.

Ihnen, ihren Familien und Personen die Ihnen nahe stehen, wünsche ich ein unter Gottes Segen stehendes, glückliches mit Gesundheit, Erfolg und Zufriedenheit bedachtes Jahr 2018 mit dem nötigen Frieden.

Sehr geehrte Damen und Herren, dabei liegt die Betonung angesichts der Ereignisse der letzten Tage und Monate im Iran, Korea bzw. dem ganzen sogenannten „nahen Osten“ bewusst auf „friedlich“.

Wir “Alle“ wollen friedlich und geschützt leben. Ständige Meldungen über Attentate, Kriege und Unruhen gehören bei uns, aufgrund der vernetzten und teilweise digitalisierten Welt leider schon zum sogenannten „normalen Wahnsinn“, lassen uns abstumpfen und vielleicht kalt werden.

Aber die gewünschten Ziele die geistig fehlgeleitete Menschen verfolgen, nämlich die Sicherheit und das friedliche Miteinander, – auch über Religionsgrenzen hinweg – zu zerstören –  darf nicht erfolgreich sein.

Aber wie können wir, die wir hier im aufgeklärten Deutschland leben, eine gesunde Entwicklung von Ländern mit niedrigen Bildungsstandards fordern, wenn im eigenen Land demokratisch gewählte Parteien nicht mit anderen demokratisch gewählten Parteien sprechen.

Solch ein demokratisches Verhalten, nämlich nicht mit anderen sprechen, ist für den normalen Wähler kaum nachzuvollziehen. Geht es doch um unser Heimatland.

Dies ist mit ideologischen Unterschieden nicht zu begründen oder glaubhaft darzustellen. Geht es hier vielleicht vielmehr

– Um das Kleben an bestimmten Posten bzw. Sesseln?
– Oder wie man so schön sagt um den reinen Machterhaltungstrieb?
– Oder einfach dem persönlichen Ego nicht loslassen können?

Aber vielleicht kann auch hier, Druck der wählenden Bevölkerung, wie beim Thema „Abschaffung der Straßenausbaubeiträge“, Akzente setzen. So jedenfalls war es in der Freitagsausgabe im Main Echo zu lesen.

Auch der Vorschlag des SPD Politikers Oppermann, die Wahlperiode eines Kanzlers bzw. Kanzlerin auf zwei Perioden wie es in den USA üblich ist zu begrenzen und gleichzeitig die Dauer einer Wahlperiode von vier auf fünf Jahren zu erhöhen könnte, wenn dies gewollt wäre, Abhilfe schaffen.

Viel besser wäre aber den Kanzler oder die Kanzlerin direkt zu wählen. Also mit einer Mehrheit von 50% puls 1 Stimme. Dies würde dem jeweiligen Amtsinhaber bzw. –Inhaberin, wie es zum Beispiel bei den  Landräten oder Bürgermeistern ist, die größte Legitimation bringen. Nämlich einen gesicherten Wählerauftrag. Dies wäre auch ein Beitrag für die direkte Demokratie bzw. Volksnähe und würde nicht zu einem solchen Herumgeeiere bzw. Trauerspiel führen welches uns gerade die sogenannte politische „Elite“ bietet.

Aber genug des Ausschweifens in die große Politik.

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

lassen Sie mich aber den Focus unseres Blickes auf die vor uns liegenden Aufgaben in unserer Gemeinde beschränken.

Bauen wir auf die Erfahrung des amerikanischen Informatik- ers Alan Kay.

„Die Zukunft kann man am besten voraussagen, wenn man Sie selbst gestaltet“.

Im Klartext bedeutet dies, Ziele und Projekte die wir jetzt in die Hand nehmen und erledigen, dienen einer sicheren Zukunft. Denn die Zukunft wird immer in der Gegenwart gestaltet.

Blickt man in die Vergangenheit zurück und vergleicht dies mit heute, haben der Gemeinderat und die Verwaltung diese Aufgabe in den letzten Jahrzehnten sehr gut gemeistert.

Deshalb möchte ich in meiner Rede nur Projekte anschneiden welche uns im Jahr 2018 beschäftigen werden

Abwasserversorgung:

Um dieses Projekt im Jahr 2018 umzusetzen haben wir Ende 2017 im Gemeinderat die Grundlagen gelegt, die Bauanträge und Genehmigungen bei den Behörden einzureichen.

Um was geht es hier: Die bestehende Kanaldimensionierung ist für die anfallende Abwassermenge zu klein geworden. Das Sammelbecken in der Siegfriedstraße ist für die anfallende Menge nicht ausgelegt. So muss die Anlage, die von dort aus das Abwasser in die Kläranlage pumpt, anstatt mit einer Förderleistung von 27 l/Sekunde mit einer Pumpleistung von ca. 50 l/Sekunde gefahren werden. Dies geht derzeit nur mit einer begrenzten Ausnahmegenehmigung.

Abhilfe soll jetzt ein Ersatzstrang bringen, welcher vom Gewerbegebiet aus direkt zur Kläranlage verlegt wird. Dies ist eine wesentlich günstigere Alternative als größer dimensionierte Kanäle gegen die noch intakten Kanäle in den Straßen auszutauschen.

Dies ist auch ein guter Übergang zur Wasserversorgung. Denn mit dem Bau dieser Abwasserdirektleitung wird vom ehemaligen Brunnen III, der aufgrund seiner „Nichtschützbarkeit“ laut Behörden als Trinkwasserbrunnen nicht mehr genutzt werden darf, eine Brauchwasserleitung ins Gewerbegebiet gelegt um eine gewerbliche Nutzung für Zwecke bereitzustellen für welche man kein Trinkwasser benötigt. Durch diese Maßnahme kann man, wenn auch nur kurzfristig die Trinkwasserressourcen erhöhen.

Um weiterhin die eigenständige Versorgung mit Trinkwasser zu gewährleisten muss es Ziel bleiben in der eigenen Gemarkung, also im Wasservorbehaltsgebiet des Freistaates Bayern, Brunnen zu schlagen und diese auch nutzen zu dürfen. Denn in unserer Gemarkung befindet sich die Wasserkammer von Unterfranken.

Aufgrund eines im Erdreich in der Nähe des anvisierten Brunnen VI gefundenen Ölschadens, sollen wir gemäß Bescheid des Landratsamtes, das Wasser auch nach Aufbereitung nicht nutzen dürfen.  Vielmehr verlangen bzw. schlagen die übergeordneten Behörden vor, einen Anschluss an das Wasserwerk Aschaffenburg vorzunehmen dessen Wasser ebenfalls aufbereitet wird. Dieses Werk, hat noch eine freie Kapazitätsgenehmigung von 1,5 Mio. m³. Heinz Erhard würde bestimmt sagen: „Ein Schelm wer Böses dabei denkt“. Der Sachverständige, welcher uns vor Gericht vertritt hat mir kurz vor Weihnachten noch eine Information mit folgendem Wortlaut geschickt. Glück auf, ich habe in der neuen Ausgabe der DVGW-Zeitschrift „Energie/Wasser-praxis“ eine Seite gescannt, die zeigt wie bei den Ruhrwasserwerkern aufbereitet wird.

Bei einem Gesundheitsamt wie dem ihren, wäre der Wasserversorger sicher bereits an einen anderen Wasserversorger angeschlossen (den es dort allerdings nicht gibt, weil alle mit demselben Wasser kochen). Zitatende.

Ein Anschluss an die Aschaffenburger Wasserversorgung würde auch einen nicht nachvollziehbaren Eingriff in das Portemonnaie unserer Einwohner bzw. Wassernutzer von Großwallstadt bedeuten. In Aschaffenburg müsste das Wasser für 2,09 € eingekauft werden. Hinzu kämen noch die Leitungsbaukosten. Nur zum Vergleich: Unser derzeitiger Preis liegt bei 0,64 € brutto.

Wir können also nur hoffen, dass die Gerichte unserer und nicht der Argumentation der übergeordneten Behörden folgen. Auch hoffen wir im Gemeinderat, dass die  anvisierten Brunnen VII und die geplante Überbohrung einer Grundwassermessstelle in der Nähe des Brunnen V zum Erfolg und weiteren Versorgungssicherheit führt.

Sie sehen also: Auch das Jahr 2018 wird im Gemeinderat wieder im Vorzeichen des Wassers und Abwassers stehen.

Ein weiteres Projekt welches umgesetzt werden soll ist die Umgestaltung der Verkehrssituation rund um das Kriegerdenkmal. Dieses war 2017 sowohl Thema im Gemeinderat und im Bauausschuss. Die Erweiterung der Leichenhalle, die von vielen Bürgerinnen und Bürgern gewünscht wird, steht ebenfalls an. Hier gibt es Vorschläge von drei Architekturbüros. Zur Meinungsfindung wurden die Entwürfe auch dem Seniorenbeirat und Herrn Pfarrer Haas vorgelegt.

Des Weiteren soll die Grundlage für die Erweiterung,   Renovierung oder  Kernsanierung bzw. den Neubau der Schulturnhalle mit einem oder zwei Spielfeldern gelegt werden. Um hier die weitere Vorgehensweise im Gemeinderat festlegen zu können muss ein Gespräch bei der Regierung erfolgen. Hier warten wir noch auf einen Termin.

Auch auf der Agenda dürften der Bebauungsplan „Innerorts“ und die Ausweisung eines kleinen Bau- und Gewerbegebietes stehen. Die Nachfrage nach entsprechenden Grundstücken ist in beiden Fällen groß. Es ist jedoch immer sehr schwierig an entsprechende Grundstücke zu kommen. Denn um einen zu großen Flächenraubbau an der Natur, vielen brachliegenden Bauplätzen und dem Leerstand bei Altgebäuden entgegen zu wirken, soll laut Gemeinderat nur noch Fläche ausgewiesen werden, welche sich im Gemeindebesitz befindet.

Zu guter Letzt dürfen wir nicht vergessen, dass unsere Bevölkerung ein immer höheres Alter erreicht. Hier muss man unseren Ort für ein Leben im Alter gestalten.

Dies sind also die Kernaufgaben, welche uns 2018 beschäftigen werden. Ich bin mir aber sicher, dass wir zusammen, also Gemeinderat und Gemeindeverwaltung die Themen  zu ihrem Wohl positiv gestalten können.

Sie sehen also meine sehr verehrten Damen und Herren;  Nicht alles ist selbstverständlich, auch wenn es so aussieht. Hinter allen Projekten stehen Personen, die sich ehrenamtlich  im Gemeinderat engagieren und sich wie die Verwaltung immer große Gedanken machen müssen, das Schiff Grosswallstadt zu modernisieren und  am Laufen zu halten.

Ohne entsprechendes Hintergrundwissen ist es oft einfach unberechtigt Kritik zu üben.

Deshalb von mir ein Lob an alle Mitglieder des Rates und an die Personen die sich dafür aufstellen lassen und dafür auch manchmal schräg angesehen werden.

Die Entscheidungen die im Rat gefällt werden sind immer im Blick auf das „Ganze“, also zum Wohl Großwallstadts gerichtet und dienen dem Interesse der Allgemeinheit auch wenn manch Einzelner für sich einen Nachteil sieht.

Auch sollte man Verständnis dafür haben, dass der Rat aufgrund zur Verfügung stehender Mittel nach Dringlichkeiten vorgehen muss.

So kann es schon vorkommen, um nur ein Beispiel zu nennen, dass ein Projekt wie die Erweiterung der Leichenhalle welches schon vor drei Jahren beschlossen wurde, erst 2018 zur Umsetzung kommen kann und hinter Projekten wie Kinderkrippe, Hort und Hochbehälter zurückstehen musste.

Dies kann man aber nur verstehen,  wenn man sich mit den Themen auch befasst und nicht auf Polemik setzt.

Lassen Sie mich am „Ende“ meiner Ausführungen aber noch allen „ehrenamtlich und hauptamtlich  Tätigen“ in Vereinen, Verbänden, Kirchen und Organisationen für ihre Arbeit danken.

Wirtschaftlicher Erfolg ist für eine Gemeinde wichtig um seinen Bürgerinnen und Bürgern Annehmlichkeiten zu bieten.   Lebenswert wird sie aber erst durch die Arbeit der eben genannten Menschen.

Denken wir heute aber auch an die Menschen die gerade nicht mit uns feiern können. Dies sind vor allem Mitarbeiter im Krankenhaus, bei der Polizei, der Feuerwehr und den  Pflegediensten, die aktuell ihren Dienst versehen. Lassen Sie uns auch an die Menschen, welche 2017 einen Schicksals-schlag durch Tod eines geliebten Menschen, durch Krankheit  bzw. Verlust des Arbeitsplatzes erlitten haben, wegen Ihrer Rasse politisch verfolgt oder aus ihrer Heimat vertrieben werden in die Gedanken einbeziehen und Verständnis für Menschen die wirklich in Deutschland Schutz benötigen, aufbringen.

Mit einer Weisheit, welche die Aussage des Eingangs erwähnten Informatikers Alan Kay untermauert, möchte ich schließen:

Die Zukunft gehört laut Eleanor Roosevelt denen, die an die Wahrhaftigkeit ihrer Träume glauben.

Lassen Sie uns deshalb im kommenden Jahr flexibel sein, denn geistige Beweglichkeit hat schon manches in Bewegung gesetzt.

Übertragen wir dies auf die vor uns liegenden Aufgaben zum Wohl von Grosswallstadt braucht uns vor der Zukunft nicht Bange zu sein.

Erheben wir nun das Glas auf eine erfolgreiche Zukunft.

Möge uns und unseren Familien ein unter Gottes Segen stehendes Jahr 2018 mit der nötigen Gesundheit, der dazugehörigen Zuversicht und den Erfolg bevorstehen.

Ihr

Roland Eppig, 1. Bürgermeister