Jahresabschlussrede Bürgermeister Roland Eppig, in der Sitzung am 14.12.2021

Sehr geehrte Damen und Herren des Gemeinderates, werte Zuhörer

wie von Gemeinderat Reinhold Hein gewünscht (Anmerkung der Redaktion: Er hielt die längste), werde ich mich daran halten die Jahresabschlussrede in der Weihnachtssitzung kurz zu halten.

Aus diesem Grund danke ich dem Gremium, also Euch lieben Kolleginnen und Kollegen für die gute Zusammenarbeit im zur Neige gehenden Jahr 2021.  In diesen Dank möchte ich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung, des Bauhofs und unsere Hausmeister einschließen. Alle haben, obwohl die Personaldecke durch einen hohen Krankenstand dünn war, durch ihr Engagement den Gemeinderat und mich in der schwierigen Zeit der Corona-Pandemie unterstützt, damit die Geschicke der Gemeinde gemeistert werden konnten.

Aus diesem Grund war es auch möglich die Sicherung der Wasserversorgung weiter voranzutreiben. Hier ist der provisorische Bau des Wasserwerks, welches im nächsten Jahr durch einen Neubau ersetzt wird und der Beginn der Sanierung des Hochbehälters II zu nennen. Des Weiteren wurde unsere Schule als eine der ersten Gemeinden voll digitalisiert und ans Glasfasernetz angebunden. Vorbereitet wurde der Bau des neuen Kinderhauses. Die Zuschusszusagen sind eingegangen. Das Projekt muss bis 2025 bezugsfertig sein. Ebenfalls wurde der Weg für die Baumaßnahme des neuen Verwaltungstrakts der Kardinal-Döpfner-Schule und der Zweifachturnhalle geebnet. Die Vorabzusagen für die Zuschüsse wurden eingeholt. Die Bestätigung hierfür wird es geben, wenn wir Anfang nächsten Jahres die Bauanträge einreichen können. Auch die Planung eines Überwegs verlängerte Odenwaldstraße ist in Angriff genommen. Des Weiteren traf sich Gemeinderat zu einer zweitägigen Klausurtagung, um über die künftige Entwicklung der Gemeinde zu sprechen.

Sehr verehrte Kolleginnen und Kollegen, meine Aufzählung ist bestimmt nicht vollzählig, beinhaltet aber viele Aufgaben die uns nächstes Jahr trotz Corona beschäftigen werden.

Wenn wir uns aber Zeit für die wichtigen Dinge des Lebens wie  Zuversicht, Vertrauen, Hoffnung, Ruhe, Vertrauen, Liebe, Zufriedenheit, Gesundheit, Glück, Freunde und Freude nehmen und keine Angst vor der Zukunft haben, bin ich mir sicher, dass wir das vor uns liegende trotz der herrschenden Pandemie hervorragend meistern.

Mein Weihnachtswunsch wäre, dass Corona-Impfgegner noch einmal tief in sich gehen und ihre, meiner Meinung nach, starre und falsche Haltung zu ihrem Persönlichkeitsrecht zu überdenken. Denn Demokratie beinhaltet auch Pflichten. Zwar sind auch 10% der Intensivbetten von Personen mit Impfdurchbrüchen belegt, die anderen 90 % machen jedoch Ungeimpfte aus. Wären alle Menschen geimpft, würde dies eine Maximalauslastung der Intensivbetten von ca. 20 % an Covid 19 erkrankter Menschen bedeuten. Die andern 80 % wären dann für lebenswichtige und dringende Operationen frei.  Daran sieht man, dass durch diese vermeintliche Fehleinschätzung mit der Gesundheit anderer Menschen gespielt wird und dies auch zu Freiheitseinschränkungen vieler Geimpfter führt.

Abschließend möchte ich noch allen ehren- und hauptamtlichen Helfern in Vereinen, gemeinnützigen Organisationen und unseren Kirchengemeinden für ihr Engagement im abgelaufenen Jahr danken. Ohne Sie und den Mitarbeitern bei Rotem Kreuz Polizei und den Geschäften der Grundversorgung, die immer an vorderster Front stehen, hätten wir das ablaufende Jahr nicht so gut meistern können.

Den Kranken wünsche ich auf diesem Weg gute Besserung und ein besseres Jahr 2022.

In diesem Sinne wünsche ich ihnen werte Gemeinderätinnen und -räte und Zuhörern noch eine friedliche Adventszeit, besinnliche Weihnachten und ein mit Gesundheit und unter Gottes Segen stehendes Jahr 2022.

Weihnachtsansprache Fraktionssprecher Dr. Hardy Wenderoth, Jahresabschlusssitzung am Dienstag, 14.12.2021

Liebe Bürgerinnen und Bürger von Großwallstadt,
liebe Kolleginnen und Kollegen im Gemeinderat,
liebe Verwaltung, lieber Roland,

ein Äthiopisches Sprichwort sagt: „Wenn Spinnen vereint weben, können sie einen Löwen fressen“.

Seit Dezember 2019 verändert ein Virus unser Leben in einer bisher nur in Filmen dargestellten Weise. Die ständigen Mutationen des Virus spiegelt uns in einem extrem kurzen Zeitraffer die Evolutionstheorie nach Charles Darwin. Lebewesen passen sich an ihre Umweltweltbedingungen, wie Temperatur oder Konkurrenz, allmählich an. Die „Triebkraft“ der Artwandlung ist laut der darwinschen Evolutionstheorie die Selektion, die sogenannte „natürliche Auslese“. Mutationen werden „besser“ und aggressiver.

Trotz aller medialer Präsenz dieses Themas, der dramatischen Bilder aus den verschiedenen Teilen der Welt und Berichten von Pflegekräften und Ärzten aus Notaufnahmen und Intensivstationen hinsichtlich der vielen schwerkranken Patienten und Toten haben wir es bisher noch nicht geschafft, alle Beteiligten zu überzeugen und mit uns Boot zu holen. Steigende Aggressionen, Anfeindungen und eine unglückliche Streitkultur sind jedoch nicht zielführend.

Wir müssen schnellstmöglich versuchen, Positives zu erreichen und Negatives zu vergessen, wir müssen vor die Lage kommen und zwar schnell. Nur wenn wir ein gemeinsames Ziel haben können wir die Pandemie in den Griff bekommen. Impfen ist einer der wichtigsten Schlüssel für diese dicke Türe. Gemeinsam.

Gemeinsam. Ja, das haben wir auch im Gemeinderat umgesetzt. Bereits in den ersten Monaten des neuen Gemeinderats haben wir es geschafft, an einem kompletten Wochenende zur Klausurtagung zusammenzukommen und mit einem Moderator wichtige Projekte aller Gemeinderätinnen und Räte anzusprechen und in entsprechende Projektphasen zu verpacken. Wir sind ein gutes Team geworden. Auch in privat-geselliger Runde haben wir alle bei Wein und Whiskey zusammen schöne Stunden verbracht. Dieser Gemeinderat kann und wird vieles erreichen. Gemeinsam. Ich möchte mich hierfür bei Euch allen bedanken.

Wir haben dieses Jahr im Gemeinderat vereinbart, die Weihnachtsreden auf das Wesentliche zu beschränken.

Es ist mir ein großes Anliegen, dass wir uns bei allen Menschen, die sich in der aktuellen COVID-19-Pandemie engagieren, bedanken. Sei es bei denen, welche u.a. direkt in den Praxen, Seniorenheimen, Kliniken, Impfzentren oder im Katastrophenschutz an der Front arbeiten, oder einfach nur dem Einzelnen, der jeden Tag versucht, Freunde, Verwandte und Mitbürger aufzumuntern, zu unterstützen und durch einfache, aber stetige Gespräche an der Motivation zur Impfbereitschaft zu arbeiten.

Zudem möchten wir uns bei den vielen Ehrenamtlichen in Sport und Kultur, unserer Freiwilligen Feuerwehr, dem Pfarrgemeinderat und den Mitgliedern des Seniorenbeirats herzlich für die geleistete Arbeit zu bedanken.

Wir wünschen allen Mitbürgern, allen Kolleginnen und Kollegen im Gemeinderat, der Verwaltung und Dir lieber Roland ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest im Kreise der Familien und ein gutes neues Jahr 2022, vor allem Zufriedenheit und Gesundheit. Ohne diese erscheinen doch vermeintlich große Probleme in einem ganz anderen Licht.

Mitbürgern, denen es aus gesundheitlichen oder anderen Gründen nicht so gut geht, wünschen wir baldige Besserung.

Weihnachten steht vor der Türe. Wir kommen im kleinen Familienkreis zur Ruhe, feiern ein besinnliches Fest und passen dabei gut auf unsere Angehörigen auf. Mit Abstand, bei Kerzenlicht, einem schönen Weihnachtsbaum, einem tollen Wein und gutem Essen.

Elon Musk sagte einmal: „Einige Menschen mögen keine Veränderung, aber du musst Veränderungen annehmen, wenn die Alternative dazu eine Katastrophe ist“.

Nur wenn wir gemeinsam weben, können wir den Pandemielöwen fressen.

Passt auf Euch auf, bleibt tapfer und gesund.

Dr. Hardy Wenderoth für die Fraktion der Freien Wähler

 

 

 

Aktion „Bleiben Sie gesund“

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Dienstag, auf Vorschlag von Dr. Hardy Wenderoth die Aktion „Bleib gesund“ ins Leben gerufen.

Mit dieser Aktion unterstützen wir die Initiative des Bundes zur Verteilung von FFP 2 Masken.

Alle Bürger/innen ab 60 erhalten für Januar, Februar und März jeweils 2 Masken. Diese werden über die Turm-Apotheke anhand von Gutscheinen, die per Post zugesandt werden, ausgegeben.

Risikogefährdete Personen unter 60 Jahren erhalten die Gutscheine auf Nachweis der Zugehörigkeit einer Risikogruppe direkt auf der Verwaltung.

Bleiben Sie gesund

Gemeinderatsfraktion der Freien Wähler
und Roland Eppig,  1. Bürgermeister

Muster

 

Weihnachtsansprache des Bürgermeisters Roland Eppig

Werte Gemeinderatskolleginnen und Kollegen, liebe Zuhörer,

ein sehr bewegtes Jahr voller neuer Erkenntnisse und Erfahrungen geht zu Ende. Deshalb bietet der Jahresausklang die Möglichkeit auf die Veränderungen zurückzublicken und die vorliegenden  Aufgaben im Blick zu haben.

Mit der Kommunalwahl 2020 zog mit den Bürgern für Grosswallstadt die  vierte Gruppierung ins Gemeindeparlament ein.

Was jedoch derzeit alles überschattet ist die Corona-Pandemie, die nicht nur unsere Gemeinde, sondern das gesamte Land in Atem hält.

Nach einem sogenannten Lockdown, der im Frühjahr Deutschland im gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bereich fast still stehen ließ, wird unser Land ab morgen, also über Weihnachten bis weit ins neue Jahr, nochmals in eine Starre verfallen. Dies ist nötig, um die Pandemie in den Griff zu kriegen.

Die Zahl der Erkrankten steigt von Tag zu Tag und die Intensivstationen erreichen ihre Kapazitätsgrenzen. Es ist unverständlich weshalb es dennoch immer noch viele Menschen gibt, welche diese Gefahr verdrängen. Sie berufen sich auf ihre Grundrechte und vergessen dabei ihre Pflichten was den Gesundheitsschutz aller hier lebenden Menschen betrifft. Auch Grosswallstadt war kurzzeitig ein Corona Hot-Spot und wir hatten auch Todesfälle zu beklagen. Wir sind froh, dass sich die Lage derzeit einigermaßen stabilisiert hat.

Das öffentliche Leben das morgen wieder heruntergefahren wird, stellt die Menschen wieder vor große Herausforderungen. Derzeit weiß man nicht, ob die Maßnahmen ausreichen und noch einmal weitere Kontaktverschärfungen zu Weihnachten nötig werden.

Mit den aktuellen Beschränkungen die ab dem 16.12.2020 greifen wird der Kontakt zu haushaltsfremden Personen eingeschränkt. Deshalb wird Weihnachten in diesem Pandemiejahr wirklich auf ein Fest der Familie heruntergebrochen.

Vielleicht kann man sich jetzt vorstellen bzw. hineinversetzen, wie einsam sich bisher Alleinstehende und ältere Menschen ohne Familienanschluss über diese Feiertage gefühlt haben.

Wir die Weihnachten noch im engsten Familienkreis Kreis feiern dürfen sollten gerade jetzt an solche Menschen denken die sich im Krankenhaus oder Altenheim befinden und keinen Besuch empfangen dürfen.

Nutzen wir deshalb Weihnachten – die stille, heilige Nacht – als eine Zeit der Besinnung. Konnten wir uns in den vergangenen Jahren zur Vorbereitung mit Freunden treffen, dürfen wir jetzt die langen Winterabende im Kreis der Familie verbringen.

Also eine gute Gelegenheit innerlich zur Ruhe zu kommen, da die Hektik des Alltags durch den Lockdown, wenn auch nur für einen kurzen Moment, aus dem Leben weicht.

Genießen wir also in Zufriedenheit die bevorstehende, angenehme Ruhe dieser besinnlichen Tage und nehmen uns die Zeit, die zurückliegenden Monate Revue passieren zu lassen. Lasst uns Fehler erkennen, Lehren daraus zu ziehen und hierdurch Kraft für das neue Jahr zu schöpfen.

Trotz der bestehenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens, hat der Gemeinderat im ablaufenden Jahr erfolgreich gearbeitet. Die ihm auferlegten Aufgaben sind aus Sicht der Verwaltung zügig und schnell zum Wohl der Gemeinde gemeistert worden.

Die Entlastungsleitung zur Gemeinschaftskläranlage nach Elsenfeld ist in einer Rekordzeit entstanden und konnte Anfang des Jahres in Betrieb genommen werden.

Gleiches gilt für das Projekt Wasserversorgung. Innerhalb eines dreiviertel Jahres wurde ein Provisorium umgesetzt, dass man den erhöhten Wasserbedarf abdecken kann. Dies war wichtig für den Wohlstand der Region und Sicherung von Arbeitsplätzen.

Hier gilt es dem Gemeinderat ausdrücklich danke für die zeitnahe und schnelle Umsetzung zu sagen.

Erfreulich ist, auch wenn es anfangs Irritationen zwischen den Kosten der Aktivkohlefilteranlage und dem Wasserwerk gegeben hat, dass fast alle Teile die im Provisorium verwendet wurden auch im neuen Wasserwerk eingebaut werden können.

Die Bauarbeiten zur Erweiterung und Generalsanierung der Aussegnungshalle sind abgeschlossen. Das Bauwerk wurde offiziell am 31. Oktober eingeweiht und der Öffentlichkeit bzw. seiner Bestimmung übergeben. Das Gebäude ist jetzt Barrierefrei zugänglich. Dies gilt auch für die dortige neue WC-Anlage.

Die Arbeiten zur Verkehrsführung rund um das Kriegerdenkmal sind abgeschlossen. Die war ein wichtiger Beitrag zur Erhöhung der Schulwegsicherheit.

Mit den Aktionen für die Bevölkerung „Pflanz einen Baum“ und Schaffung von Ausgleichflächen wurde der grüne Gedanke bei der Gestaltung von Großwallstadt umgesetzt.  An der Ecke Obernburger Straße/Alte Straße wurde eine neue Verweilzone mit Bank geschaffen. Hier pflanzte der Obst- und Gartenbauverein zwei Bäume. Den Platz vor dem Kriegerdenkmal ziert wieder eine Kastanie. Gegenüber wurde das Gesamtbild durch einen Kugel Amberbaum abgerundet.

Die Gewissheit, dass unsere Feuerwehr ein Teleskopgelenkmastfahrzeug zur Verfügung gestellt bekommt und ein weiteres älteres Fahrzeug von der Gemeinde durch Neubeschaffung ersetzt wird ist für den Brandschutz und die Rettungssicherheit unserer Bürger sehr wichtig.

Ebenfalls erfreulich ist, dass 2021 das Ärztehaus am Südkreisel mit Leben gefüllt wird. Dort wird eine Radiologie, eine Kinderarztpraxis und wie es aktuell aussieht auch eine zweite Orthopädiepraxis eröffnen.

Um die genannten Aufgaben zu meistern traf sich der Gemeinderat zu insgesamt 29 Sitzungen. Davon entfielen 13 auf den Gemeinderat, 12 Mal tagte der Bauausschuss, drei Mal der Finanz-Ausschuss und ein Mal kam der Ortsentwicklungsausschuss zusammen.

Die vom Gemeinderat gelösten Aufgaben waren für unsere Gemeinde zwar sehr erfreulich, was jedoch nicht bedeutet, dass sich der Rat zurücklehnen kann.

Das Wasserwerkprovisorium wird 2021, wenn alles glatt läuft, durch einen Neubau ersetzt.

Ebenfalls wartet die durch unseren Rektor Horst Kern für die Kardinal-Döpfner-Schule angemahnte Erneuerung der Schulturnhalle und Umbau des Sozialtraktes.  Der Neubau des Kinderhauses wartet aufgrund des erhöhten Bedarfs ebenfalls auf Umsetzung. Für beide Maßnahmen wurden heuer, durch Planung die Grundlagen gelegt.

Auch die Lindenstraße wartet auf Erneuerung. Durch ihre Sanierung wird die letzte vorhandene Engstelle unserer Kanalisation beseitigt. Können wir diese Maßnahme umsetzen, wird auch die Schulwegsicherheit für unsere Kinder in diesem Bereich erhöht.

Wie es mit dem geforderten Übergang der Kreisstraße in Höhe Odenwaldstraße weitergehen wird, können wir laut Landratsamt vermutlich erst im Februar erfahren.

Sicherlich interessant wird auch die Umgestaltung der Fläche rund um die „Alte Schule“.  Die Sanierung der zwei ältesten unserer Hochbehälter steht, wie die Erweiterung des Bauhofes, in der Warteschleife der Agenda. Durch Optimierung des Bauhofes könnte das bestehende Lager unterhalb der Volkshalle aufgelöst und für Parkraum frei gemacht werden.

Obwohl in den letzten Jahren viel in unser Schwimmbad investiert wurde steht der dortige Sanitärbereich ebenfalls zur Generalsanierung an. Dieser ist nicht mehr auf der Höhe der Zeit und sollte zwecks Attraktivitätssteigerung der Main-Auen-Bade-Welt angegangen werden.

Lassen Sie mich nun den Rückblick auf Geleistetes und den Blick in die Zukunft beenden. In der kurzen Zusammenfassung sind bestimmt nicht alle Aufgaben die uns im Gemeinderat erwarten aufgezeigt können aber erahnen lassen mit welchen Themen wir uns beschäftigen müssen.

Lassen Sie mich am Ende meiner Ausführungen auch Dank und Lob auszusprechen.

Unser Dank gilt den „Ehren- und Hauptamtlichen“ in Vereinen, Organisationen und Verbänden für die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde.

Gerade in der Pandemiezeit standen die Verantwortlichen vor schwierigen Aufgaben und nicht jede Entscheidung war leicht zu fällen und zu vermitteln. Denn Vereine müssen laufen und die Mitglieder bei der „Stange“ gehalten werden.

Neben den Vereinsvorsitzenden, Verbandsvorständen und ihren ehren-amtlichen Helfern standen unsere Schul- und Kindergartenleitungen im Focus der Pandemie. Auch die seelsorgerische Betreuung unserer Pfarreien durch Herrn Pfarrer Ernst Haas und Herrn Pfarrer Stefan Meyer wurden vor neue Herausforderungen wie zum Beispiel Onlinegottesdienste gestellt.

Viele mögliche, sportliche Erfolge im Amateurbereich fielen den strengen Hygienemaßnahmen zum Opfer. Diese ließen quasi die Ausübung von Vereinssport nicht zu. Gleich hart traf es auch das kulturelle Leben der Vereine im Ort. Die Corona-Pandemie ließ keine Veranstaltungen zu und bringt jetzt sogar das traditionelle Weihnachtsblasenachte zu Fall.

Zuletzt möchte ich dem Gremium, also Euch lieben Kolleginnen und Kollegen für die gute Zusammenarbeit im zur Neige gehenden Jahr 2020 danken und uns für das Jahr 2021 gute Entscheidungen zur Umsetzung von Zielen jedes einzelnen wünschen. Der Dank gilt auch den Mitarbeitern der Verwaltung, des Bauhofs und unseren Hausmeistern die mich in dieser schwierigen Zeit unterstützt haben die Geschicke der Gemeinde zu meistern.

Petra Heierhoff, hat dies mit ihren Worten, die gerade in der jetzigen Pandemiezeit Bedeutung finden, auf den Punkt gebracht.

  • Solange wir Träume haben, leben wir.
  • Solange wir leben geben uns Träume Hoffnung.
  • Solange es Hoffnung gibt haben wir keine Angst vor der Zukunft.
  • Die Zukunft liegt in unseren Händen.
  • Träumen wir nicht nur, sondern leben wir sie.

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen und natürlich unseren Zuhörern ein friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Start in ein glückliches mit Gesundheit verbundenes und unter Gottes Segen, stehendes Jahr 2021.

Ihr
Roland Eppig
1. Bürgermeister

 

Weihnachtsansprache des Fraktionsvorsitzenden Dr. Hardy Wenderoth

Liebe Bürger von Großwallstadt,
liebe Kolleginnen und Kollegen im Gemeinderat,
liebe Verwaltung, lieber Roland,

„hoffentlich wird es nicht so schlimm wie es schon ist!“, sagte einmal Karl Valentin.

Die COVID-19-Pandemie beeinflusst 2020 unser Leben in einem Maße wie es sich nur wenige vorstellen konnten.

Am 31. Dezember 2019 wurde der Ausbruch einer Lungenentzündung unbekannter Ursache erstmals in Wuhan/China bestätigt. Nachdem am 09. Januar 2020 die chinesischen Behörden verkünden, dass die Lungenerkrankung auf ein neues Coronavirus zurückgehe, wird am selben Tag noch der erste Todesfall im Zusammenhang mit dem Virus gemeldet.

Schnell verbreitete sich das Virus durch unsere globale Infrastruktur über den gesamten Planeten aus. Anfangs vielfach unterschätzt diktiert es nun unser tägliches Leben und gilt als die 3. und verheerendste Pandemie des 21. Jahrhunderts.

Nachdem das Virus bereits am 24. Januar 2020 Europa erreicht hatte, wurde am 27. Januar der erste erkrankte Patient im bayerischen Landkreis Starnberg gemeldet. Bereits am 11. Februar wurde der neuartigen Lungenerkrankung seitens der Weltgesundheitsorganisation der Name „COVID-19“ gegeben. Das Virus erhielt den Namen Sars-CoV-2, welches rasend schnell immer mehr unser tägliches Miteinander und Leben einschränkt, sodass die WHO bereits am 11. März eine Pandemie ausruft. Nachdem zunächst nur vor einer Überlastung des Gesundheitssystems gewarnt wird, spricht Bundeskanzlerin Merkel bereits Ende März 2020 von einer Herausforderung von „historischem Ausmaß“.

Nach anfänglichen strengen Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen Anfang März galt ab dem 27. April eine generelle Mund-Nasen-Schutzpflicht in allen Bundesländern. Durch einen „Lockdown“ und das Ausrufen des Katastrophenfalls konnten die Infektionszahlen zunächst stabilisieren werden, aktuell befinden wir uns jedoch bei weiterer Eskalation der Infektions- und Todeszahlen COVID-19-erkrankter Patienten zum zweiten Mal im Katastrophenfall. Die Regierung hat richtig gehandelt, denn die Behandlung erkrankter COVID-19-Patienten auf den Intensivstationen ist äußerst komplex. Trotz der sehr guten Infrastruktur intensivmedizinischer Behandlungskapazitäten in Deutschland ist die Lage sehr angespannt.

Das Krankheitsbild kann beängstigen, Patienten, welche mit Atemnot zu Fuß in die Notaufnahmen laufen, müssen teilweise bereits 2 Stunden später künstlich beatmet werden.

Corona-Leugner hingegen verbreiten Verschwörungsmythen und sehen in der Pandemie einen Komplott auf höherer Ebene. Johann Wolfgang von Goethe sagte diesbezüglich einmal: „Das Denken ist allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart.“

Die Wirtschaft und Geschäfte kämpfen ums Überleben – Schwestern und Ärzte um ihre Patienten.

Die Welt fieberte Anfang November 2020 mit bei den Präsidentschafts-wahlen in den USA. Joseph Robinette „Joe“ Biden wurde als neuer US-Präsident gewählt, der gegenüber Europa, der Welt und der COVID-19-Pandemie hoffentlich glücklicher agiert als sein Vorgänger Donald Trump.

Aber auch bei uns konnten, trotz aller einschränkenden Maßnahmen, wichtige Entscheidungen getroffen und viel Sinnvolles für unsere Gemeinde getan werden.

Am 15.03.2020 haben unsere Bürger einen neuen Gemeinderat gewählt. Unser Bürgermeister Roland Eppig wurde gegen den starken Kandidaten Stefan Giegerich erneut im Amt bestätigt und die Kolleginnen und Kollegen der „Bürger für Großwallstadt“ zogen mit 4 Räten in den Gemeinderat ein.

Neue Mehrheitsverhältnisse und Ideen mussten wir alle erst sortieren, anfängliche Schwierigkeiten haben wir intensiv diskutiert und nun zielorientiert kanalisiert. Mit den nun „beschließenden Ausschüssen“ mit Entscheidungskompetenzen bei hohen Investitionsvolumina hadern wir noch etwas, zumal nun wirklich wichtige Entscheidungen nicht durch das gesamte Gremium von 16 Gemeinderäten, sondern nur – wie beispielsweise im Bauausschuss – von 8 Räten getroffen werden. 50 Prozent einer größeren Population haben jedoch immer noch mehr Aussagekraft als die Hälfte einer kleinen Menge.

In vielen Gesprächen haben wir dies erörtert und sind in den letzten Wochen wirklich gut zusammengewachsen. Die Aufgabengebiete der Ausschüsse wurden kollegial und zufriedenstellend zugeschnitten.

Wir haben nicht nur erreicht, dass wir in den letzten Sitzungen viele einstimmige Entscheidungen getroffen haben, vielmehr haben wir erstmals – in meiner bisher gut 12-jährigen Zeit als Gemeinderat – ein fraktionsübergreifendes Schreiben an das Landratsamt eingereicht.

Diesbezüglich haben wir einstimmig beschlossen, alle erforderlichen Maßnahmen, Institutionen und Eskalationsstufen zu unternehmen, um unseren Bürgern ein sicheres Überqueren der Staatsstraße zu ermöglichen und damit nach dem tragischen Unfall einer Großwallstädter Bürgerin weitere Unfalltote zu vermeiden.

Der Übergang soll allen Bürgern dienen, ist aber sicherlich auch für unsere Senioren eine wichtige Querung, um zum Einkaufen oder Spazierengehen zu kommen. Zudem wurde im Rahmen des seniorenpolitischen Gesamtkonzepts ein Antrag eingereicht, der fraktionsübergreifend breite Einigkeit fand, um unseren Senioren eine Wohn- und Tagesstätte, ein offenes Treffen mit dem Angebot von Mahlzeiten und ein betreutes Wohnen in ihrem Heimatort zu ermöglichen. Ein Dorfplatz für ein Treffen und gemütliches Beisammensein aller Generationen wurde ebenfalls mit großer Mehrheit verabschiedet.

Die zukunftsorientierten Anträge der BfG und der FW hinsichtlich weiterer Bürgerbeteiligung konnten wir schnell und unbürokratisch fusionieren und mit dem Namen „Zukunftswerkstatt“ versehen. Hier sollen Bürger zusammen mit dem Gemeinderat vierteljährlich an einem Tisch alle Belange und Wünsche besprechen, um unbürokratisch Wünsche und Anliegen aufnehmen und unser Großwallstadt weiterhin attraktiv halten zu können.

Unsere Ärzteversorgung konnten wir durch die Niederlassung zweier Radiologen und möglicherweise – nach aktuellem Stand – noch eines Kinderarztes sichern. Weitere Verhandlungen mit Ärzten laufen, denn Großwallstadt ist interessant. Durch Abschluss des Baugebietes „Am Frohnhallenweg“ konnten wir unsere Gemeinde mit weiteren jungen Familien beleben.

Wir weihten unser neue Aussegnungshalle ein, haben durch eine detailreiche Planung an unserem Kriegerdenkmal einen schönen und würdigen Platz umgesetzt und haben unsere Wasserversorgung mit der Planung eines Wasserwerks auf die Zielgerade gebracht.

Ich möchte mich im Namen der Fraktion bei Euch allen für die kollegiale Zusammenarbeit in diesem Gremium bedanken, verbunden mit dem Wunsch nach einer erfolgreichen Fortsetzung. Bei allen hitzigen Debatten sollten wir nach der Sitzung, gleich dem Schlusspfiff in einem Spiel, die Uhr wieder auf „Null“ setzen können.

Am Ende des Jahres möchten wir nicht vergessen, uns zudem bei den vielen Ehrenamtlichen in Sport und Kultur, unserer Freiwilligen Feuerwehr, dem Pfarrgemeinderat und den Mitgliedern des Seniorenbeirats herzlich für die geleistete Arbeit zu bedanken.

Wir wünschen allen Mitbürgern, allen Kolleginnen und Kollegen im Gemeinderat, der Verwaltung und Dir lieber Roland ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest im Kreise der Familien und ein gutes neues Jahr 2021, vor allem Zufriedenheit und Gesundheit. Ohne diese erscheinen doch vermeintlich große Probleme in einem ganz anderen Licht.

Mitbürgern, denen es aus gesundheitlichen oder anderen Gründen nicht so gut geht, wünschen wir baldige Besserung.

Weihnachten steht vor der Türe. Dieses Mal feiern wir vielleicht noch etwas besinnlicher als die letzten Jahre und passen dabei gut auf unsere Angehörigen auf. Mit Abstand, bei Kerzenlicht, einem schönen Weihnachtsbaum, einem tollen Wein und gutem Essen.

Der dänische Physiker Niels Bohr sagte einmal: „Vorhersagen sind immer schwierig, vor allem über die Zukunft.“

Und trotzdem werden wir es schaffen. Gemeinsam. Passt auf Euch auf, bleibt tapfer und gesund.

Dr. Hardy Wenderoth

für die Fraktion „Freie Wähler“
Nicole Scherger, Ralf Klement, Andreas Krist, Heinz-Felix Vogel, Reiner Völker